Samstag, 9. Dezember 2017

Game Review: Yo-Kai Watch 2

Genre: RPG
Publisher: Nintendo
Developer: Level-5
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 07. April 2017
Spielzeit: 25 - 50 Stunden

Wieder einmal stehen die Sommerferien vor der Tür und das nicht nur im realen Leben, sondern auch in Yo-Kai Watch 2. Wir befinden uns wieder in Lenzhausen und begleiten entweder Nathan oder Cathy, die ihre Yo-Kai Watch, eine Uhr mit der man die namensgebende, japanischen Geister sehen kann, verloren haben. Eine böse Macht will verhindern, dass die Yo-Kai Watch wieder zu ihrem Besitzer zurückfindet und dann tobt auch noch ein Krieg zwischen den Yo-Kai…

An sich hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Es wird sich mit den kleinen, japanischen Geistern angefreundet, die dann für einen Kämpfe austragen. Selbst das Kampfsystem ist das selbige, wie aus dem Vorgänger - 6 Yo-Kai um ein Rad verteilt, dabei sind 3 von den Gefährten aktiv im Kampf. Bosse sind ebenfalls wieder zu besiegen, wobei diese leider von der Gestaltung nicht an die Bosse aus dem ersten Teil heranreichen. Aber keine Sorge, spaßeshalber tauchen diese Bosse im zweiten Teil auch auf.

Genau das ist der größte Kritikpunkt - Yo-Kai Watch 2 wirkt wie eine verbesserte und leicht erweiterte Variante des ersten Spiels. Bei der gleichen comichaften Grafik, die perfekt zum Spiel passt, mag man sagen, dass dies sich gut ins Gesamtbild einfügt. Selbst über den gleichen Soundtrack, der nur eine Hand voll neue Stücke verpasst bekommen hat, kann man nicht drüber hinweg sehen bzw. hören. Aber beim Begutachten der Gebiete mag dem findigen Spieler auffallen, dass die komplette Spielfläche des ersten Teils in Verwendung befindet. Zugegeben reist man noch aufs Land zur Großmutter, erlebt Gebiete in einer anderen Zeit und auch neue Abschnitte wurden eingerichtet, aber der größte Teil besteht aus dem bereist bekannten Lenzhausen.

Kommen wir aber zur größten Stärke, die den vorangehenden Punkt verblassen lässt - die sagenhafte Atmosphäre. Der Spieler wird förmlich in die detailreiche und liebevoll gestaltete Welt hineingesogen. Zwar ist die Hauptstory etwas vorhersehbar, dafür glänzen die kleinen Nebenquests, wie die Schatzsuche oder das Sammeln der Stempel an den Bahnhöfen. Dennoch hatte ich an einem Punkt in der Hauptgeschichte, den Katzen-Yo-Kai Jibanyan betreffend Tränen in den Augen. Ansonsten bleibt alles wie gewohnt -  am Yo-Kaimaten Münzen eintauschen, die Albtraumzeit überstehen, Käfer sammeln, Essen kaufen, Tag/Nachtrhythmus…

Natürlich gibt es mehr Yo-Kai zu fangen, aber die tollste Neuerung kommt erst noch: das Wetter wird nun von den Supermiezen präsentiert! Nein, ich meine dich den Multiplayer, in den man sich nun offiziell mit seinen Freunden bekämpfen kann… und vergesst nicht den Schlauch!

Zwischen den beiden Editionen Kräftige Seelen und Knochige Gespenster gibt es nur den Unterschied, dass man in jeder Edition verschiedene Yo-Kai fangen kann. Dieses Prinzip kennt man ja schon aus den Pokemon-Editionen. Ist in Ordnung. Ich hatte bei meiner Edition noch eine Medaille von Jibanyan dabei - hübsch.

Fazit

Ein tolles Spiel mit einer immersiven, liebevollen Welt, welches teilweise bekannte, gute Elemente erhält, aber auch neue Gebiete und Quests zu Verfügung stellt. Wundervoll!