Dienstag, 19. Dezember 2017

Game Review: Monster Hunter Stories

Genre: JRPG
Publisher: Nintendo
Developer: Capcom
USK: Freigegeben ab 6 Jahren
Release: 08. September 2017
Spielzeit: 50 Stunden

Monster Hunter - ein Franchise, welches außerhalb Japans leider nicht ganz so beliebt ist, wie es ansonsten in seinem Herkunftsland der Fall ist. Die Serie ist nicht nur für epische und lange Schlachten gegen Monster bekannt, sondern auch fürs Grinden. Um dies alles etwas einsteigerfreundlicher zu gestaltet, stellen wir das Sammeln etwas zurück und geben eine Prise Pokemon dazu. Willkommen zu Monster Hunter Stories…

Während in anderen Monster Hunter Spielen die Jäger jedes noch so kleine Monster mit der Klinge den Garaus machen, erleben wir hier nun eine etwas andere und pazifistische Perspektive der Welt. Wir werden kein Jäger, sondern ein Rider und bauen eine Bindung, dank Bindungsstein auf und können so sogar auf den Monsties reiten.

Hört sich alles sehr niedlich und verspielt an, doch so friedlich ist die Welt dann doch nicht. Ein dunkler Pesthauch befällt das Land und macht die Monster böse und unberechenbar. So kommt es auch, dass unser verschlafendes Heimatdorf Hakum eines Tages von einem korrumpierten Monster angegriffen wird. Natürlich schürt das nur unseren Mut ein Rider zu werden und etwas gegen den Pesthauch zu unternehmen. Uns zur Seite gestellt wird ein knuffiger Felyne namens Navirou, der nicht nur für seine Wortspiele bekannt ist, sondern auch für seinen Hunger auf Donuts.

Ganz in Pokemon-Manier wird ein Freund von uns zum Erzfeind, gegen den wir immer mal wieder kämpfen müssen. Die Dritte im Bunde ist Lilia, unsere andere Kindheitsfreundin, die auf ihre Art etwas gegen das Böse tut. Dann noch einen reimenden Ältesten, eine verschlossene Riderin und einen Möchtegern-Rider, der dann aber doch das Herz am rechten Fleck hat. Vielleicht etwas stereotypische Charaktere, aber da konnte ich gut drüber hinwegsehen. Die Felynen mit den Nummern hatten dafür ordentlich Wumms!

Immer wieder erlebt und überlebt man kleine Überraschungen - auch wenn man sich das Ende der Geschichte in ihren Grundzügen denken kann, schließlich sind wir hier in einem typischen JRPG, dann kommen doch Kleinigkeiten, die man nicht erwartet hat. Die beiden Gegenspieler, also der Professor und sein Assistent sind allerdings grenzdämlich und lächerlich. Eher etwas zum Aufregen, anstatt diese Vollpfosten ernsthaft zu bekämpfen.

Das Kampfsystem ist nicht das einfachste und ich benötigte eine kleine Eingewöhnungszeit - alles wird einem aufs Äußerste erklärt, also keine Angst! Neben den elementaren Angriffen, die man schon in anderen Monster Hunter Teilen gesehen hat, gibt es Technik, Geschwindigkeit und Kraft, die gegeneinander eingesetzt werden müssen. Gut ausbalanciert - macht Spaß. Wie gut, dass man seine Monsties in Runden auch austauschen kann. Waffen und Rüstungen kann man sich mit den benötigten Monster-Materialien wieder beim Schmied herstellen lassen. Ikonische Monster kommen haufenweise vor - so ein Rathalos, ein Königs-Ludroth, Nargacuga oder ein Lagiacrus - alles vorhanden.

In Monsterbauten können Eier gefunden werden, die man später im Stall ausbrüten kann - was eine spannende Sache, fast wie Ü-Eier öffnen! Nebenquest sind sehr eindimensional - sammel Pilze, erlege Monster - aber das kennt man ja von Monster Hunter. Gefallen hat mir auch wieder die gestalterische Abwechslung der Gebiete - eine Schneeregion, eine Wüste, die Stadt Gildegaran in einem Meer aus Kirschblüten und nicht zu vergessen die Insel Koapni, auf der so viele Felyne leben. Grafisch nicht schlecht. Poogies, kleine, verirrte Schweinchen könne eingesammelt werden.

Fazit

Ein gelungenes, vereinfachtes Monster Hunter, welches mehr Wert auf Story und Freundschaft legt. Cooles Spiel - hab ich gerne gespielt.