Samstag, 23. Januar 2021

Game Review: Danganronpa - Trigger Happy Harvoc


Genre: Visuell Novel
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: NIS America
Developer: Spike
USK: Freigeben ab 16 Jahren
Release: 25. November 2010
Spielzeit: 26 Stunden

Visuell Novels sind eine Art Spiel für sich und Danganronpa: Trigger Happy Harvoc ist da nochmal etwas ganz Spezielles. Als Makoto Naegi sind wir an der Kibogamine Academy aufgenommen worden. Dies ist ein wirklich glücklicher Zufalle, denn nur die Besten der Besten werden an dieser renommierten Schule aufgenommen. Jeder bekommt einen zugewiesenen Namen, was ihn gerade besonders macht. Naegi ist der Ultimate Lucky Student, doch dieses Glück scheint sich zu verflüchtigen, als er die Schule betritt und nach seiner Ohnmacht aufwacht. Zusammen mit 15 Schülern ist er eingesperrt in der Schule und muss solange dort verbleiben, bis er entweder stirbt oder selbst jemanden erfolgreich umbringt, ohne erwischt zu werden. Ein skurriler Bär namens Monokuma leitet dieses perfide Spiel. Zwischen den verschiedenen Zeiten reden wir mit den anderen Schülern, bis eine Leiche entdeckt wird und schließlich ein Class Trial stattfindet und der Verantwortliche hingerichtet wird. Nun ist die Grundidee per se nicht schlecht, allerdings ist dieses Spiel so vollgeklatscht mit Anime-Klischees, dass kaum Überraschungen auftauchen und die Charaktere nervige Stereotypen sind. Die Mechanik des Class Trials ist cool und erinnert mich an Ace Attorney, aber das konnte für mich das Spiel auch nicht mehr retten. Nerviges und langweiliges Spiel, welches wirklich nicht für mich gemacht wurde.

Freitag, 22. Januar 2021

Game Review: Baphomets Fluch 2


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: PC
Publisher: Virgin
Developer: Revolution Software
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 1997
Spielzeit: 5 Stunden

Da mir der erste Teil von Baphomets Fluch nicht gefallen hat, hoffte ich, vielleicht mehr Glück mit dem zweiten Teil namens Die Spiegel der Finsternis zu haben. Unser Protagonist und Unsympath George Stobbart ist nach Amerika zurückgegangen, um seinen sterbenden Vater zu pflegen. Dadurch hat sich die Beziehung zu Nico allerdings nicht verbessert und er hat mit einem bekannten Verehrer, dem Historiker André Lobineau zu tun. Beste Voraussetzungen, um ein neues Abenteuer rund um Maya-Artefakte im mittelamerikanischen Quaramonte zu beginnen. Nicht nur, dass dieses Spiel um die Hälfte kürzer ist als sein Vorgänger, es ist auch liebloser. Die Rätsel sind nicht erwähnenswert und die Geschichte trieft nur so vor Klischees. Allgemein ist wieder viel Rassismus und Sexismus im Spiel, was ich schon am ersten Teil bemängelt habe. Für mich kein gutes Spiel durch diese Gegebenheiten. 

Donnerstag, 21. Januar 2021

Game Review: Cloudpunk


Genre: Simulation/Visual Novel
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: ION Lands & Maple Whispering Limited
Developer: ION Lands
USK: keine Angabe
Release: 23. April 2020
Spielzeit: 8 Stunden

Auf in die verregnete Cyberpunk Metropole Nivalis. Zusammen mit der Lieferantin und ehemaligen Musikerin Rania müssen wir für den Lieferdienst Cloudpunk Pakete ausliefern. Niemals, wirklich niemals dürfen wir in ein Paket schauen oder fragen, was sich darin befindet. Unsere Hunde-KI Camus unterstützt uns bei den Lieferungen. Es hätte so schön sein können und Cloudpunk hat gewiss seine guten Momente, denn die englische Sprachausgabe ist fantastisch. Leider ist das Liefern der Pakete sehr eintönig und mehr Gameplay ist nicht vorhanden - Fahren, Ausliefern und wieder durch ellenlange Dialoge klicken. Ein paar Geschichten kratzen an einer guten Oberfläche, gehen aber niemals besonders tief und enden so in Langeweile. Da haben wir schon einmal die Entscheidung, ein tickendes Paket entweder auszuliefern oder in den Müll zu schmeißen, aber dies scheint keine Auswirkungen auf die Welt zu haben. Leider sehr langweilig.

Mittwoch, 20. Januar 2021

Game Review: Another Code R


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Wii
Publisher: Nintendo
Developer: CING
USK: Freigeben ab 6 Jahren
Release: 26. Juni 2009
Spielzeit: 20 Stunden

Dass ich Another Code liebe, habe ich euch ja bereits in meiner kleinen Review erzählt, aber da gibt es ja schließlich noch Another Code R für die Wii, welches ich erst vor ein paar Jahren nachgeholt habe. Ashley Mizuki Robins hat die Erlebnisse auf der Blood-Edward-Insel mittlerweile gut verkraftet, dennoch ist die Beziehung zu ihrem Vater etwas schwierig. Er gibt sich war Mühe, versteht aber den Teenager nie so richtig. Vor allem liegt das daran, dass Ashley eine kleine Zicke geworden ist. Das Gameplay an sich macht auf der Wii Sinn, denn wie schon auf dem DS gehen wir von Ort zu Ort und zoomen auf interessante Stellen, wenn wir etwas machen können. Die Geschichte rund um die Forschung der Mutter ist interessant. An sich ein Nachfolger, der in Ordnung geht, aber für mich nie die Magie des DS-Teils versprühen konnte.

Dienstag, 19. Januar 2021

Game Review: Hatsune Miku Project Diva Megamix


Genre: Musik&Rhythmusspiel
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: SEGA
Developer: SEGA
USK: Freigeben ab 6 Jahren
Release: 15. Mai 2020
Spielzeit: 18 Stunden

Musik- und Rhythmusspiele sind ein kleines Guilty Pleasure von mir, denn obwohl ich sie gerne spiele, bin ich nie besonders gut darin. So konnte ich gar nicht anders, als einen Blick in Hatsune Miku Project Diva Mega Mix zu werfen, welches für die Switch erschienen ist. Hatsune Miku kennen wir als singendes Programm, welches alle Stimmen unter dem Namen Vocaloid zusammenfasst. Ich persönlich mag die Musik der virtuellen Truppe ganz gerne und habe mich gefreut, alte Lieblingslieder spielen zu können. 101 Songs sind verfügbar, möchtet ihr allerdings mehr Lieder haben, so müsst ihr doch relativ tief in die Tasche greifen und die DLCs kaufen. Neben dem normalen Gameplay - sprich Tasten im richtigen Moment drücken, können wir den Mix-Modus spielen, der mit Bewegungssteuerung der JoyCons funktioniert. Absolvieren wir Lieder gut, erhalten wir Punkte, die wir wiederum für Kleidung und kosmetische Items eintauschen können. Für Kreative lassen sich sogar eigene Shirt-Designs erstellen. Zwar läuft das Spiel flüssig, allerdings sind dafür die Grafiken manchmal unscharf. Alles in allem ein Musikspiel, welches in Ordnung ist, aber nichts Besonderes bietet.

Montag, 18. Januar 2021

Game Review: Assassins Creed Odyssey


Genre: Action-RPG
Gespielte Plattform: Playstation 4 / XBoxOne
Publisher: Ubisoft
Developer: Ubisoft
USK: Freigeben ab 16 Jahren
Release: 05. Oktober 2018
Spielzeit: 88 Stunden

Eine Odyssey ist eine lange Reise, die sehr beschwerlich sein kann. Diese Definition beschreibt meine Erfahrung mit Assassins Creed Odyssey sehr gut. Beim ersten Versuch habe ich dieses umfangreiche Spiel nämlich abgebrochen, weil ich schier überfordert war vom Ausmaß der Welt und der Quests. Wir begeben uns nach Griechenland zum Zeitpunkt des Peloponnesischen Krieges zwischen Sparta und Athen. Für meinen Spielstand wählte ich Kassandra als Protagonistin, wobei Alexios trotzdem in der Geschichte auftaucht, selbst wenn er nicht als spielbarer Charakter ausgewählt wird. Kassandra wächst nach einem Familiendrama in Sparta auf der Insel Kephallenia auf und wird dort zu einer Söldnerin. Doch dann erhält sie eines Tages den Auftrag, die Insel zu verlassen und einen spartanischen Feldherren zu töten, was eine ganze Reihe an Ereignissen lostritt. Wir müssen den Kult des Kosmos zerschlagen, Atlantis verschließen und unsere Familie wieder zusammenführen. Die Dreiteilung der Hauptgeschichte ist wundervoll und ich liebe die Wendungen, selbst wenn nichts ohne Fetchquests von statten geht. Und genau da kommen wir zum Punkt - die Welt ist voll von austauschbaren Fetchquests. Möchte ich tatsächlich alle davon erfüllen, artet dies schon in Arbeit aus und macht mir keinen Spaß mehr. Folglich habe ich viele Quests in meinem zweiten Anlauf einfach ignoriert, weil sie immer wieder nach dem gleichen Schema ablaufen und nichtssagend sind. Die ganzen aufblinkenden Punkte auf der Karte abarbeiten zu wollen, ist ein Mammutprojekt. Dabei hat die Hauptquest so viel zu bieten - Schlachten des Krieges, Gespräche mit Sokrates, Schiffsreisen und sogar die Olympiade dürfen wir besuchen. Viele Charaktere habe ich so sehr ins Herz geschlossen, vor allem Sokrates und Barnabas. Allerdings sind die Kopfgeldjäger sehr nervig und tauchen auch mal in unpassenden Momenten auf. Ich liebe dieses Spiel, doch kann ich keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, da dieses Spiel mit schlechten Nebenquests so überladen ist, dass es einen abschrecken kann. Positiv bemerken möchte ich das Atlantis DLC, welches endlich einen großen Einblick in die Welt der ersten Zivilisation bietet.

Sonntag, 17. Januar 2021

Game Review: Blade Runner


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: PC
Publisher: Virgin Interactive
Developer: Westwood Studios
USK: Freigeben ab 16 Jahren
Release: 1997
Spielzeit: 9 Stunden

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird wissen, dass ich kein großer Fan von Blade Runner bin. Sowohl der Klassiker, als auch das Sequel von 2017 waren für mich nicht das Gelbe vom Ei. Doch dann kam Christian um die Ecke und hat sich für den Podcast das Blade Runner Adventure aus dem Jahre 1997 gewünscht. Damals wurde das Spiel auf vier CDs ausgeliefert und hatte eine tolle Verpackung und ein Remaster ist sogar auch für dieses Jahr angekündigt worden. Wir schauen uns jedoch das Original an, welches es zum Glück auf GOG gibt. In der Zukunft ist die Welt verschmutzt und zu Grunde gerichtet. Androiden, die allerdings Replikanten genannt werden, dürfen die Erde trotzdem nicht betreten. Dafür sorgen die Blade Runner, die Replikanten auf der Erde sofort aus dem Verkehr ziehen. Anders als im Film begleiten wir nicht den Blade Runner Deckart, sondern seinen Kollegen McCoy. Er ermittelt in einem Fall, in dem Replikanten in einem Geschäft alle Tiere umgebracht haben. Warum haben sie dies getan? Wer ist Mensch und wer ist Replikant? Genau das wird nach dem Zufallsprinzip entschieden. Jeder Spieldurchgang ist anders - von dieser komplexen Spielmechanik war ich ziemlich überrascht. An und für sich ist Blade Runner ein gutes Adventure, welches allerdings oft etwas sperrig ist. Die Bildanalysen geben kaum Feedback und so bleibt einem schleierhaft, ob nun alle Beweise gefunden wurden. Figuren verschwinden und manchmal musste ich auf fliehende oder angreifende Leute schießen. Blade Runner hat mich positiv überrascht, wenn es auch niemals zu meinen Lieblingen gehören wird. 

Samstag, 16. Januar 2021

Game Review: Lego City Undercover


Genre: Action-Adventure
Gespielte Plattform: WiiU & Switch
Publisher: Nintendo & Warner Bros.
Developer: TT Fusion
USK: Freigeben ab 6 Jahren
Release: 28. März 2013
Spielzeit: 60 Stunden

Wie viel Liebe kann man für ein Spiel empfinden? Eine ganze Menge, wenn ich mir Lego City Undercover und meine Spielzeit anschaue. Chase McCain muss aus seinem Ruhestand zurückkehren, denn der berühmte Verbrecher Rex Fury ist entflohen und Chase muss ihn wieder einbuchten. Dazu steht uns eine riesige und lebhafte Lego-Welt zur Verfügung, in der wir nach Lust und Laune Steine sammeln und Gebäude aufbauen können, wie zum Beispiel das Schienennetzwerk. In der Kampagne erwartet uns viel Abwechslung und Witze, die einfach super sind - so landen wir auf einem Bauernhof, einer japanischen Pagode, einer Raketenabschussstation und wir klauen einen T-Rex aus einem Museum. Wem das zu rasant ist, der kann den Jahrmarkt besuchen oder aufs Land fahren. Verschiedene Fahrzeuge geleiten uns durch die Stadt und während Motorräder gut zu fahren sind, steuern sich einige Autos etwas schwammig, was ich nicht so schlimm fand. Der Humor ist wie immer in einem Lego Spiel grandios und die verschiedenen Fähigkeiten sind klasse. Ich liebe Lego City Undercover!

Freitag, 15. Januar 2021

Game Review: Bravely Default


Genre: JRPG
Gespielte Plattform: 3DS
Publisher: Square Enix/Nintendo
Developer: Silicon Studio
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 06. Dezember 2013
Spielzeit: 78 Stunden

Eines meiner liebsten JRPGs ist und bleibt Bravely Default. Wie immer geht die Welt unter bzw. fast und wir müssen Luxendarc retten. Dazu haben wir vier tapfere Recken - Agnés, eine Priesterin der heiligen Steine, Tiz, der seine Heimatstadt Norende wieder aufbauen will, Ringabel, der unter Gedächtnisschwund leidet und Eldea, die von den Taten ihres Volkes genug hat. Zusammen müssen sie die vier Kristalle finden, so sagt es jedenfalls die Kristallfee Airy, die uns ebenfalls begleitet. Dazu geht es quer durch das Land und wunderschönen Umgebungen, aber dies ist nicht der einzige Grund, warum ich dieses Spiel so liebe. Zum einen haben wir das Kampfsystem - mit Bravely können wir warten und so mehrere Attacken auf einmal ausführen, außerdem gibt es einen Auto-Modus zum Leveln. Berufe können gekoppelt und geändert werden. Zum anderen wären da die Charaktere und deren Dynamik untereinander - in kleinen Gesprächen am Rande lernt jeder Spieler die Gruppe der Krieger des Lichts kennen und lieben. Vor allem die Stelle mit dem skandalösen Bikini hat mich sehr zum Lachen gebracht. Der Soundtrack ist einer der besten und melancholischsten in einem japanischen Rollenspiel und dies passt richtig gut zur Welt. Zwischen Melancholie und Albernheiten erlebt der Spieler eine epische Geschichte. Perfekt!

Donnerstag, 14. Januar 2021

Game Review: Harveys neue Augen


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: PC
Publisher: Rondomedia
Developer: Daedalic Entertainment
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 26. August 2011
Spielzeit: 9 Stunden

Eines, wenn nicht sogar das beste Point&Click-Adventure der Welt ist für mich Harveys neue Augen aus dem Hause Daedalic. Ich glaube, dass dies mein erstes Adventure dieses Studios war und es sollte der Anfang einer großen Liebe werden. Als Nachfolger von Edna bricht aus, welches eine Idee aus der Diplomarbeit von Jan Müller Michaelis war, treffen wir auf bekannte Charaktere wie Edna und ihr Hase Harvey. Allerdings sind die beiden nicht die Hauptfiguren - wir spielen als Lili, eine schüchterne Klosterschülerin, die weder von ihren Mitschülern, noch von der Oberin Ignatz besonders gemocht wird. Von Dr. Marcel bekommt sie den blauen Hasen Harvey, der sie in einer Hypnose hält, sodass sie nicht gegen die Gebote der Oberin verstoßen kann. Dabei passieren merkwürdige Unfälle, die von den Zensurgnomen einfach rosa angemalt werden. Ich liebe den gezeichneten Stil, ich liebe den Humor und ich liebe die Sprachausgabe, besonders bei der Kantinenfrau Doris. Beim Lied Nadel und Faden singe ich immer laut mit und die Geschichte ist fantastisch. Perfektes Adventure!

Mittwoch, 13. Januar 2021

Game Review: Baphomets Fluch


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: PC
Publisher: Virgin
Developer: Revolution Software
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 1996
Spielzeit: 11 Stunden

Als ich damals im Assassins Creed Fieber war, empfahl mir jemand Baphomets Fluch zu spielen, da dies im Prinzip die Adventure Variante von oben genannten Spiel sei. Zwar hauen sich auch in Baphomets Fluch die Templer und die Assassinen die Rübe ein, aber ansonsten gibt es da keine Vergleichspunkte. Ich war damals relativ enttäuscht und auch nach heutigem nochmaligem Spielen, bin ich immer noch nicht vollends überzeugt von dem Point&Click-Adventure. Wir spielen George Stobbart, der Zeuge einer Bombenexplosion in einem Pariser Café wird. Noch ein wenig durch den Wind, lernt er die Journalistin Nicole Collard kennen und verbündet sich mit ihr, um herauszufinden, was hinter dem Anschlag steckt und gerät dabei in die historische Welt des Templerordens. Zwischendurch machen wir einen Abstecher nach Spanien, Irland und Syrien. Laufanimationen lassen sich nicht überspringen und so ist dies nicht das Einzige, was das Alter des Spiels unterstreicht. Ich persönlich bin einfach nicht warm geworden mit den Charakteren - George ist der Inbegriff eines männlichen Blödmanns und oft finde ich sein Verhalten bzw. seine Sprüche mehr als zweifelhaft. Über die ganzen rassistischen Stereotypen kann ich nur schwer hinwegsehen. Die Geschichte ist leider auch sehr vorhersehbar. Vielleicht habe ich bei den anderen vier Teilen der Reihe ja mehr Spaß, aber den ersten Teil werde ich nicht noch einmal spielen. Langweilig.

Dienstag, 12. Januar 2021

Game Review: Lost in Blue


Genre: Survival
Gespielte Plattform: DS & Wii
Publisher: Konami
Developer: Konami
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 09. November 2005
Spielzeit: pro Spiel mindestens 30 Stunden

Zur Lost in Blue Reihe habe ich ein sehr gestörtes Verhältnis, welches eventuell als Hass zu kennzeichnen ist. Ich möchte diese Spiele mögen, aber viele Sachen verhageln mir schlichtweg die Stimmung und den Spaß daran. Im ersten Teil für den DS spielen wir den jungen Keith, der auf einer Schiffsreise nach einem Sturm an einen Strand gespült wird. Von nun an muss er auf der Insel überleben. Natürlich nicht allein, denn er findet noch ein Mädchen namens Skye, welche allerdings im weiteren Spielverlauf eher ein Hindernis als eine Hilfe ist. Und da kommen wir zum Knackpunkt der Reihe - der Schwierigkeitsgrad ist so unfassbar hoch, dass für mich dadurch das Spiel zur Arbeit ausgeartet ist. Dies hält sich konstant durch die anderen Teile der Reihe, bei denen die Geschichte bzw. die Ausgangssituation ziemlich gleich bleibt, wie das Gameplay ebenfalls. Tiere zu fangen ist dabei so schwer, wie in Dark Souls einen Boss zu legen. Obwohl Zweiteres von mehr Erfolg gekrönt sein könnte. Im Lost in Blue Teil für die Wii mit dem Untertitel Shipwrecked haben wir sogar einen Affen an unserer Seite, was die Sache aber auch nicht einfacher macht. Vielleicht ist das schlichtweg nicht meine Art von Spiel.

Montag, 11. Januar 2021

Game Review: Kirby und das (extra) magische Garn


Genre: Jump&Run
Gespielte Plattform: WiiU & 3DS
Publisher: Nintendo
Developer: HAL Laboratory
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 25. Februar 2011
Spielzeit: 16 Stunden

Spiele, die Handarbeit zum Thema haben, sind bei mir meist sehr hoch angesehen, wie man an Yoshis Crafted World schon sehen konnte. Aber diese Liebe nahm seinen Anfang mit Kirby und das magische Garn, damals noch auf der WiiU. Kirby kann es auch nicht lassen - als er eine flauschige Tomate im Dream Land findet, muss er sie essen und landet dadurch in einer Welt, die nur aus Garn und Wolle besteht. Prinz Plüsch braucht in diesem Garnland jedoch seine Hilfe, denn der böse Zauberer Grimmgarn hat die Welten aufgedröselt. Nun muss Kirby die Welten wieder zusammennähen. Alles ist süß an diesem Spiel - ob nun die Welten an sich oder Kirby als Garnmännchen. Einsaugen können wir nichts, aber mit einem Lasso lassen sich die Gegner trotzdem auseinandernehmen. Die Garnoptik offenbart ganz neue Gameplay-Elemente und so fächern wir die Welt auf oder ziehen Fäden. Auch das Remake für den 3DS mit dem Titel Kirby und das Extra magische Garn ist super. Ich liebe es!

Sonntag, 10. Januar 2021

Game Review: Harvest Moon DS


Genre: Simulation
Gespielte Plattform: Nintendo DS
Publisher: Natsume
Developer: Marvelous Interactive
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 07. April 2007
Spielzeit: 70 Stunden

Drei oder vier Jahre später hatte ich Harvest Moon schon fast vergessen gehabt, als ich im örtlichen Elektronikmarkt Harvest Moon für meinen Nintendo DS entdeckte. Wieder wurde eine alte Liebe entfacht und so spielte ich die nächsten Wochen kaum etwas anderes. Wir wohnen einem Streit der Erntegöttin und der Hexenprinzessin bei, in dem die Hexenprinzessin die Erntegöttin aus Versehen in eine Steinstatue verwandelt. Der Zauberspruch kann nur gebrochen werden, wenn wir die 60 Erntewichtel finden und somit das Gleichgewicht wiederherstellen. Dazu arbeiten wir auf unserer Farm, bauen Gemüse an, kümmern uns um die Kühe, Schafe, Hühner und diesmal sogar Enten, reiten mit unserem Pferd, streicheln unsere Katze, gehen in die Mine, besuchen Feste und freunden uns mit den Bewohnern des Dorfes an. Einer der besten Teile der Farming-Reihe!

Samstag, 9. Januar 2021

Game Review: Another Lost Phone


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Dear Villagers
Developer: Accidental Queens
USK: keine Angabe
Release: 21. September 2017
Spielzeit: 2 - 3 Stunden

Nach dem Spielen von A Normal Lost Phone liefen mir die Tränen über die Wangen, so ergriffen war ich von Sam’s Schicksal. Mit Another Lost Phone finden wir das Smartphone von Laura, die ihr Telefon am Bahnhof auf einer Bank hat liegen lassen. Was hat sie dazu bewogen, ihr Handy loszuwerden? So tun wir das, was wir natürlich im realen Leben niemals tun würden und durchsuchen ihr Smartphone nach Hinweisen. Wir lesen ihre Mails und SMS, schauen ihre Fotos an und lassen die Musik im Hintergrund atmosphärisch ertönen. Eigentlich scheint alles so schön zu sein, Laura hat liebe Freunde, einen tollen Freund, eine interessante Arbeitsstelle, doch dann offenbart sich die Dunkelheit in ihrem Leben… Selten habe ich bei einem Videospiel so geweint, war so mitgenommen und eventuell habe ich auch etwas gezittert beim Spielen. Vielleicht liegt das daran, dass ich selbst von diesem Thema betroffen war und so jedes Wort nachempfinden konnte, aber genau das spricht für dieses Spiel. Wie immer empfehle ich, die Triggerwarnungen zu lesen, sollte man auf gewisse Themen negativ reagieren. Für alle anderen: spielt Another Lost Phone!

Freitag, 8. Januar 2021

Game Review: Half Past Fate


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Way Down Deep
Developer: Serenity Forge
USK: keine Angabe
Release: 12. März 2020
Spielzeit: 8 Stunden

Eine RomCom in Spielform? Eigentlich so gar nicht meine Art Spiel, aber der Pixellook von Half Past Fate sah so wunderschön aus, dass ich es eine Chance geben musste. Das sollte ich definitiv nicht bereuen. Im Spiel begegnen wir sechs Menschen, drei Männer und drei Frauen, die eventuell auf die ein oder andere Weise füreinander bestimmt sind. Durch die verwegensten Umstände steht ihren Beziehungen doch irgendetwas im Weg - eine verschmierte Telefonnummer auf einem Teefestival oder eine jahrelange Freundschaft? Ich möchte die Diversität im Spiel loben, obwohl ich mir gewünscht hätte vielleicht ein Nicht-Hetero-Pärchen im Hauptcast zu haben, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wie gut, dass alle Liebschaften erwidert werden, sonst wäre vielleicht das ein oder andere Verhalten etwas übergriffig. Alles in allem ein sehr zuckersüßes Spiel mit viel fluffiger Liebe.

Donnerstag, 7. Januar 2021

Game Review: Geheimakte Tunguska


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: PC & Switch
Publisher: Deep Silver
Developer: Animation Arts & Fusionsphere Systems
USK: Freigeben ab 6 Jahren
Release: 04. September 2006
Spielzeit: 10 Stunden

Nina und Max waren im Jahr 2006 noch Videospielhelden in den Geheimakte-Spielen und nicht die beiden Schreiberlinge, deren Worte ihr hier oft zu lesen bekommt. Ähnlichkeiten sind selbstverständlich keine vorhanden, also erzähle ich euch lieber, was es mit dem Spiel auf sich hat. Nina Kalenkow sucht verzweifelt ihren Vater Vladimir, der in den Tunguska Zwischenfall verwickelt war und deswegen nun wahrscheinlich verschwunden ist. Sie reist nach Berlin, um Hinweise zu suchen, findet aber nur sein Büro verlassen vor. Einzig und allein der Assistent ihres Vaters Max Gruber kann ihr nun noch weiterhelfen, denn die Behörden wollen vom Verschwinden des Vaters nichts wissen. So machen sich Nina und Max auf, um das Geheimnis zu lüften und landen in Irland, Kuba, China und in der Antarktis. Die Orte sind schön atmosphärisch gemacht und die Rätsel waren für mich sogar ab und zu witzig - das Telefon auf eine Katze zu kleben, um jemanden abzuhören - genial! Ein schönes Point&Click-Adventure! 

Mittwoch, 6. Januar 2021

Game Review: F-Zero


Genre: Racing
Gespielte Plattform: SNES
Publisher: Nintendo
Developer: Nintendo
USK: keine Angabe
Release: 1990
Spielzeit: 6 Stunden

Was? Nintendo hat ein Rennspiel, welches nicht Mario Kart ist und trotzdem ist es verdammt cool? Richtig! F-Zero ist zwar in den letzten Jahren in der Versenkung verschwunden, doch auf dem Super Nintendo war dies eine ganz andere Sache. Dabei war der wichtigste Punkt die Geschwindigkeit des Spiels. Heutzutage wird das Keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken, doch damals war die Geschwindigeit bahnbrechend und die Musik ging einem so ins Ohr, dass der Spieler einen ganz eigenen Flow erreichen konnte. Zusammen mit Captain Falcon steigen wir ins Cockpit eines Antigravitationsrenngleiters und brettern nur so über die Pisten, die damals zwar noch sehr begrenzt waren, aber Mute City sollte jedem Spieler ein Begriff sein. Andere Gleiter haben verschiedene Attribute, wie bessere Beschleunigung oder höhere Energievorräte. Das Sequel auf dem N64 mit dem Buchstaben X im Namen fand ich dann schon nicht mehr so spannend, allerdings der Gameboy Advance Ableger Maximum Velocity erfreute sich bei mir äußerster Beliebtheit und war auch wesentlich umfangreicher. Nostalgie pur!

Dienstag, 5. Januar 2021

Game Review: Dark Souls 2


Genre: RPG
Gespielte Plattform: Playstation 3
Publisher: Bandai Namco
Developer: FromSoftware
USK: Freigeben ab 16 Jahren
Release: 14. März 2014
Spielzeit: 130 Stunden

Obwohl mir Dark Souls sehr zusagt, hatte ich meine Anfangsschwierigkeiten mit dem zweiten Teil der Reihe. Wir befinden uns im Königreich Drangleic, welches schon längst untergegangen ist. Dennoch soll in genau diesem Königreich ein Heilmittel für unseren Fluch zu finden sein, der uns von der Last, ein Untoter zu sein, befreit. Viele tausend Jahre nach Lordran macht es sich jedoch bemerkbar, dass Hidetaka Miyazaki hier wohl nur beratend tätig war und nicht als leitender Entwickler eingesetzt wurde. Drangleic ist zwar hübsch anzusehen mit seinen Wäldern, verfallenen Burgen, dem Dorf Majula und dunklen Ecken, aber leider hat sich das für mich nicht zusammenhängend angefühlt. Die Schwierigkeit in einem FromSoftware-Spiel ist meist sehr hoch und auch in Dark Souls 2 wird der Spieler sehr oft sterben und dabei all seine Seelen verlieren. An Leuchtfeuern kann sich ausgeruht werden, wie üblich in den Souls-Games, hier sind allerdings mehr vorhanden als im Vorgänger und die Bosse sind das Glanzstück des Spiels. Dennoch sind für mich viele Bosse nur ein Abbild ihrer Originale aus dem ersten Teil - so zum Beispiel bei Freya, die mich sehr an Quelaag erinnerte. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Dark Souls 2 ein gutes Spiel ist, für mich aber leider nicht an den ersten Teil der Serie herankommt. Alle drei DLCs/Patches ( Crown of the Sunken King, Crown of the Old Iron King und Scholar of the First Sin) sind sehr zu empfehlen und werten das Spiel enorm auf. 

Montag, 4. Januar 2021

Game Review: Carrion


Genre: Action
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: Devolver Digital
Developer: Phobia Game Studio
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 23. Juli 2020
Spielzeit: 5 Stunden

Eigentlich habe ich mich so sehr auf Carrion gefreut, als es angekündigt wurde in der doch recht skurrilen E3-Präsentation von Devolver Digital. Leider hat mir das Spielen dann aber weniger Spaß gemacht, als ich erwartet habe. Wir verkörpern diesmal keinen Helden, der ein Monster aufhalten muss, sondern wir spielen das Monster selbst. Eigentlich ist die Idee fantastisch, mal den Spieß umzukehren. So schlagen wir uns als rotes Tentakelmonster durch die unübersichtlichen Gänge der Forschungseinrichtung, machen Sachen kaputt und fressen Menschen. Eine Story suchte ich vergebens. Dies wäre ja okay, wenn wenigstens das Gameplay stimmen würde, aber wir machen immer nur das Gleiche. Eine Karte gibt es nicht und so ist das Herumirren furchtbar nervig. Schade, ich hatte so viel mehr erwartet. Durchschnittlich, mehr nicht.

Sonntag, 3. Januar 2021

Game Review: Bastion


Genre: Hack&Slay
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Supergiant Games
Developer: Supergiant Games
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 16. August 2011
Spielzeit: 11 Stunden

Kid wacht auf einer schwebenden Insel irgendwo im Nichts auf. Einzig und allein bei ihm ist ein Erzähler, der jeden Schritt von ihm voraussieht. Eine Katastrophe hat sein Heimatland Caelondia verwüstet und Kid bleibt nichts anderes übrig, als zur Bastion zu laufen. Dort treffen wir auf Rucks, dem Erzähler, der uns mitteilt, dass die Bastion ernsthaft beschädigt wurde und wir sie nur reparieren können, wenn wir Fragmente sammeln. Durch die Fragmente erwacht die Bastion zum neuen Leben und wir machen immer mehr Fortschritte.  Wir laufen durch zwar gradlinige, aber wunderhübsch aussehende Level, die sich immer erst dann aufbauen, wenn wir näher kommen. Gegner wollen besiegt werden und immer wieder passieren interessante Dinge - blind kämpfen, einbrechender Boden und noch so viel mehr! Genauso abwechslungsreich sind die Waffen. Besonders gefallen hat mir der Soundtrack, der so melancholisch und stimmungsvoll ist, dass ich ins Schwelgen gerate. Was ein tolles Spiel!

Samstag, 2. Januar 2021

Game Review: A New Life


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Steam & iOS
Publisher: Angela He
Developer: Angela He
USK: keine Angabe
Release: 15. Mai 2020
Spielzeit: 1 Stunden

Missed Messages war ein Spiel, welches bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen hat und als ich A New Life erblickte, erinnerte es mich sofort daran. Liegt vielleicht daran, dass für beiden Spielen Angela He verantwortlich ist. Wir begleiten das Leben der beiden Frauen August und May, die je nachdem wie wir uns entscheiden eine Beziehung miteinander führen, heiraten und miteinander leben. Doch wir alle wissen, dass das Leben manchmal schwere Hürden bereithält und eine kleine Entscheidung über Leben und Tod richten kann. Ein Durchlauf kann bis zu einer halben Stunde dauern, wenn wir es drauf anlegen, sehen wir ein Ende schon nach einer Minute. Ich liebe den Aquarellstil, ich liebe die Charaktere und ich liebe dieses Spiel. Bei einigen Enden liefen mir die Tränen die Wangen runter, so emotional ist dieses Spiel. Wahrscheinlich das Smartphone-Spiel des Jahres 2020! Wunderschön!

Freitag, 1. Januar 2021

Game Review: Okami


Genre: Action-Adventure
Gespielte Plattform: Wii
Publisher: Capcom
Developer: Clover Studio
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 13. Juni 2008
Spielzeit: 50 Stunden

Im malerischen Lande Nippon erhebt sich eine uralte Macht - nach über 100 Jahren hat jemand das heilige Schwert gezogen, welches den Lindwurm Orochi versiegelte. Dieser macht nun wieder das Land unsicher und die Göttin Amaterasu ist die wiedergeborene Shiranui, die Orochi schon damals besiegt hat. Erst ist Amaterasu gar nicht davon begeistert es wieder mit dem ollen Lindwurm aufzunehmen, doch der Koropokel Issun überredet sie und dient außerdem als ihr Reisebegleiter. So reisen wir durch die verschiedenen Regionen Nippons, wie den Agata-Wald und die Ryoshima-Küste und genießen den unvergleichlichen Stil des Spiels - alles sieht aus wie in einem japanischen Tuschegemälde. Dies passt hervorragend zum Spiel, denn wir lernen 13 Pinseltechniken, die wir selbst mit der Wii-Fernbedienung malen und die uns im Spiel maßgeblich weiterbringen. Verschiedene Dungeons wollen gemeistert werden und gekämpft wird mit Spiegeln und Gebetsperlen in einem separaten Bereich. Der Soundtrack ist ebenfalls wunderschön und absolut passend. Ich liebe Okami!