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Mittwoch, 30. März 2022

Game Review: Silent Hill 2

Genre: Horror 
Gespielte Plattform: Playstation 2 
Publisher: Konami 
Developer: Konami 
USK: Freigeben ab 18 Jahren 
Release: 23. November 2001 
Spielzeit: 7 Stunden 

Ein Brief verändert alles für unseren Protagonisten James Sunderland. Eigentlich ist seine Frau schon seit einer geraumen Zeit verstorben, doch dann bekommen wir einen Brief von Mary, in dem sie sich ausspricht uns an unserem Ort in Silent Hill zu treffen. Voller Hoffnung fährt James also los und lässt sogar den Motor laufen, während er auf den Toluca Lake schaut. Ob er Mary im Lakeview Hotel finden wird? Endlich taucht Pyramide-Head auf und im Brookhaven Hospital streifen die berühmten Krankenschwestern der Silent Hill Reihe durch die Gänge. Halbe Hunde attackieren uns auf der Straße - so möchte ich Silent Hill haben. Für Kenner der Reihe muss ich vielleicht nicht mehr viel erklären, lasst mich aber dennoch einige Worte verlieren. Wir erkunden mit James Silent Hill, eine nebelige Stadt, in der unerklärliche Dinge geschehen. Wenn unser tragbares Radio rauscht, sind Monster in der Nähe, die wir zwar mit unterschiedlichen Waffen niederknüppeln können, allerdings ein einfaches Vorbei-Laufen tut es in vielen Fällen auch. Verschiedene Charaktere begegnen uns in Silent Hill, so steht gleich am Anfang Angela Orosco auf einem Friedhof, die anscheinend ihre Mutter sucht. Der übergewichtige Eddie redet wir von Sinnen, während wir der kleinen Laura hinterher eilen. Alle scheinen ein schweres Schicksal zu haben, die in Anspielungen auf die Hintergrundgeschichte leider interpretiert werden müssen. Schuldgefühle und eine tonnenschwere Last machen das Spiel sorgsam unangenehm. Für ungeübte Spieler mögen einige Rätsel vielleicht etwas schwer sein, aber auch hier würde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Wenn man schließlich auf die Lösung kommt, ist das unglaublich befriedigend. Ein fantastisches Horrorspiel, welches ich erst nicht ganz verstanden habe und erst mit der Zeit dir Interpretationen nachvollziehen konnte.

Sonntag, 13. Februar 2022

Game Review: Mafia Definitive Edition

Genre: Action-Adventure 
Gespielte Plattform: Playstation 4 
Publisher: 2K Games 
Developer: Hangar 13 
USK: Freigeben ab 18 Jahren 
Release: 25. September 2020 
Spielzeit: 11 Stunden 

Der erste Teil der Mafia Reihe ist allein durch seine Inszenierung damals ein wahres Wunderwerk gewesen. Nun bekommt Mafia allerdings eine Generalüberholung und wir sehen uns in einem wesentlich schöneren Lost Heaven um. An der Geschichte ändern sich gewisse Kleinigkeiten - Tommy Angelo ist Taxifahrer und gerät dadurch zwischen die Fronten von zwei rivalisierenden Mafiafamilien. Um sich an Morello zu rächen, verpflichtet er sich Don Salieri gegenüber und wird immer weiter in den Kreislauf von Geld und Gewalt gezogen… Wie schon im Original ist die Stadt nur eine Kulisse um die geniale Geschichte zu erzählen. Einerseits schade, denn hier wird viel Potenzial verschenkt, andererseits auch verständlich, denn dies bedeutet wesentlich mehr Aufwand. Sam, Pauli und Sarah sind mit von der Partie und so wurden viele Sequenzen ausgebaut, während andere eingebüßt wurden, wie ellenlanges Hin und Herfahren. Ikonische Sequenzen, wie die Schießerei in der Kirche sind weiterhin vorhanden. Selbst das Autorennen ist diesmal nicht zum Haareraufen, wenn die Fahrphysik immer noch sperrig und ungenau ist. Dafür sind Motorräder von nun an fahrbar. Ein gutes Remake von einem noch besseren Spiel!

Donnerstag, 10. Februar 2022

Game Review: Kingdoms of Amalur Reckoning

Genre: RPG 
Gespielte Plattform: Computer 
Publisher: Electronic Arts 
Developer: Big Huge Games 
USK: Freigeben ab 18 Jahren 
Release: 09. Februar 2012 
Spielzeit: 102 Stunden 

Ein Fantasy-Rollenspiel mit hundert Stunden Spielzeit? Besser kann für mich kaum die Beschreibung eines Spiels sein. So entdeckte ich damals Kingdoms of Amalur: Reckoning und verliebte mich in das wunderschöne Spiel. Vielleicht aus dem Grund, da es mich optisch an World of Warcraft erinnerte. Im Land der Feien tobt ein Krieg - das Haus des Winters hat sich erhoben unter dem Feien Gadflow und will die Menschheit ausrotten. Leider kann keine ihre Armeen aufhalten, denn Feien werden ständig wiedergeboren. Zu dem Zweck wird an einem Seelenquell geforscht, der auch sterbliche Seelen wiederbelebt. Wir sind die erste Seele, die aus dem Quell gekommen ist, obwohl wir schon lange tot sein sollten. Was bedeutet das für den Krieg gegen die Tuatha und die Feienlande? Können wir das Schicksal beeinflussen? Alles ist typisch für ein Rollenspiel und deswegen mag ich das Kampfsystem, genauso wie die Umgebungen. Leider ist das Inventar knapp bemessen für den ganzen Loot mit dem ich zugeschmissen wurde. Besonders gefallen hat mir das Haus der Balladen und die knackige Arena. Ansonsten kann ich die Erweiterungen „Die Legende des toten Kel“ und „Zähne von Naros“ auch sehr empfehlen. Was für ein fantastisches Rollenspiel!

Mittwoch, 2. Februar 2022

Game Review: I saw black clouds

Genre: FMV 
Gespielte Plattform: Switch 
Publisher: Wales Interactive 
Developer: Ghost Dog Films 
USK: Freigeben ab 18 Jahren 
Release: 30. März 2021 
Spielzeit: 1,5 Stunden 

Wie jedes Jahr bringt Wales Interactive wieder ein FMV-Spiel auf den Markt und da ich letztes Jahr „The Complex“ ganz cool fand, freute ich mich nun auf „I saw black clouds“. Wir spielen eine junge Frau namens Kristina, die zurück in ihre Heimatstadt muss, weil ihre beste Freundin beerdigt wird. Sie hat Selbstmord begangen, aber Kristina will das ganze nicht glauben und macht sich auf der Suche nach Antworten. An der Stelle eine Triggerwarnung für sensible Inhalte. Da wir ein FMV-Spiel haben, läuft alles wie ein Film ab und ab und zu entscheiden wir uns zwischen zwei Sachen. Dies kann die Abfolge und das Ende beeinflussen. Apropos das Ende - die letzte halbe Stunde hat in meinem Spielverlauf alles nochmal komplett gedreht und mich sprachlos und auch etwas verstört zurückgelassen.

Montag, 10. Januar 2022

Game Review: Cyberpunk 2077

Genre: RPG 
Gespielte Plattform: XBox Series X 
Publisher: CD Project Red 
Developer: CD Project Red 
USK: Freigeben ab 18 Jahren 
Release: 10. Dezember 2020 
Spielzeit: 86 Stunden 

Puh, was habe ich mich um diese Rezension gedrückt. Eigentlich habe ich schon so oft im Podcast über Cyberpunk 2077 gesprochen, dass ich mir nicht sicher war, ob ich diese kleine Review je schreiben werde. Zu allererst sei erwähnt, dass dieses Spiel unter Crunch entstanden ist, obwohl der Entwickler zugesichert hatte, dies nie zu tun. Außerdem wurden Pressestimmen manipuliert und Konsolenversionen zurückgehalten, deren Zustand absolut desolat war. Ebenfalls möchte ich darauf hinweisen, dass es viele Probleme zum Release gegeben hat, wie eine fehlende Warnung für epileptische Anfälle. Alles in allem kein guter Start. Aber widmen wir uns dem Spiel abseits der ganzen technischen und moralischen Verfehlungen. Wir spielen V, die in NightCity ihr Geld verdient. Aus drei Vorgeschichten können wir wählen, die uns allerdings nur minimale Unterschiede in der Geschichte bringen. Durch einen Unfall gelangt in V's Kopf das Konstrukt von Johnny Silverhand, der von Keanu Reeves gespielt wird und beide müssen herausfinden, wie sie diesen Umstand ändern können. Mehr möchte ich von der Geschichte nicht verraten, denn die Inszenierung der Hauptstory und alle Nebenquests, die damit einhergehen, ist sagenhaft. Leider war es das auch schon, denn die meisten Nebenquests sind Fetchquests und laufen immer gleich ab. Das Kampfsystem und Inventar ist zu kompliziert und das Versprechen, die Story maßgeblich beeinflussen zu können, wurde nicht gehalten. Aus Versatzstücken werden die unterschiedlichen Enden zusammenklabustert, sprich viel Varianz gibt es nicht. Leider eine eher enttäuschende Erfahrung für mich, obwohl das Spiel durchaus gute Momente hat.

Montag, 18. Oktober 2021

Game Review: Resident Evil 8


Genre: Horror
Gespielte Plattform: XBox Series X
Publisher: Capcom
Developer: Capcom
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 07. Mai 2021
Spielzeit: 13 Stunden

Wie kann ich meine Liebe für Resident Evil Village in Worte fassen, ohne euch zu viel zu verraten? Nach den Ereignissen im siebten Teil möchten Ethan und seine Frau Mia nichts mehr von den Bakers hören. Das ist auch gut so, denn die Beiden sind nicht nur im Zeugenschutzprogramm, sondern haben auch eine Tochter namens Rose bekommen. Doch dann überschlagen sich die Geschehnisse und Ethan wacht in einem gruseligen Dorf auf und muss alles daran setzen seine Tochter zu retten. Dazu muss er Mutter Miranda finden und den vier Fürsten des Dorfes beikommen. Während das erste Gebiet im Schloss sehr groß ist und eine geraume Spielzeit in Beschlag nimmt, so sind die anderen Bereiche ganz unterschiedlich. In einem Spielabschnitt können wir sogar keine unserer Waffen benutzen und müssen uns auf unsere Rätselfähigkeiten verlassen. Die Atmosphäre ist zum Schneiden dicht, Grusel kommt auf und der ein oder andere fiese Erschrecker ist auch drin. Waffen können beim Duke aufgewertet werden, genauso wie wir selbst, wenn wir Tiere zur Strecke bringen, aus denen der Duke verschiedene Gerichte kocht. Ich persönlich fand die Story in Ordnung, ihr solltet aber bitte nichts Weltbewegendes erwarten. Ein fantastisches Horrorspiel mit atemberaubender Atmosphäre.

Dienstag, 17. August 2021

Game Review: Sally Face


Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: Portable Moose
Developer: Portable Moose
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 21. Januar 2021
Spielzeit: 10 Stunden

Sal ist ein Junge mit einer Gesichtsprothese und mit blauen Haaren, die er immer zu zwei Zöpfen bindet. Klingt vielleicht schon ungewöhnlich genug, aber warum sitzt Sal nun im Gefängnis? Was ist damals in den Addison Apartments wirklich geschehen? Genau das sollt ihr in diesem morbiden Adventure aufklären. In einem selbstgezeichneten Stil rätseln wir uns durch den Wohnkomplex und finden schon bald heraus, dass die Bewohner das ein oder andere Geheimnis haben. Ist das da sogar Absperrband der Polizei, weil ein Mord passiert ist? Bitte macht euch auf skurrile und morbide Sachen gefasst, die vielleicht nicht für jeden etwas sind und vor allem den Magen in Bedrängnis bringen könnten. Für mich war die Geschichte sehr spannend und immer wieder kommen Überraschungen und versteckte Easter-Eggs. Ein sehr interessantes und einzigartiges Adventure.

Sonntag, 8. August 2021

Game Review: South Park - The Stick of Truth


Genre: RPG
Gespielte Plattform: Playstation 3 & 4
Publisher: Ubisoft
Developer: Obsidian Entertainment
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 27. März 2014
Spielzeit: 22 Stunden

Seit meiner Teenager-Zeit mag ich South Park sehr gerne, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Rollenspiel in diesem Franchise wirklich gut werden könnte. Tja, da habe ich mich wohl geirrt, denn South Park - Der Stab der Wahrheit ist ein herausragendes Spiel! Wir sind das neue Kind in South Park und geraten zwischen die Fronten in einem Fantasy-Spiel. Cartman leitet die Menschen, während Stand und Kyle die Elfen anführen - nur derjenige gewinnt, der am Ende den Stab der Wahrheit in der Hand hält. Dabei vermischen sich die Realität und die fantastische Welt der Vorstellungskraft miteinander. Natürlich sind zahlreiche Anspielungen vorhanden und ich musste mehr als einmal laut lachen. Wie wir South Park kennen, ist hier nichts politisch korrekt, sondern rassistisch, sexistisch und antisemitisch. Das Kampfsystem ist genial, da wir rundenbasiert kämpfen und in den richtigen Augenblicken, zum Beispiel wenn unsere Waffe blinkt, auf den Button drücken müssen, ähnlich wie in Paper Mario. Ein tiefes Rollenspiel solltet ihr jedoch nicht erwarten. Abwechslung und Unterhaltung wird hier großgeschrieben. Ein unglaubliches und unterhaltsames Spiel.

Samstag, 3. Juli 2021

Game Review: Little Hope


Genre: Horror
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Developer: Supermassive Games
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 30. Oktober 2020
Spielzeit: 5 Stunden

Supermassive Games haben seit Until Dawn bei mir ein Stein im Brett und auch letztes Jahr hat mich Man of Medan wirklich beeindruckt und überrascht. Nun geht die Dark Pictures Anthology also in die nächste Runde und entführt uns in das beschauliche Dorf Little Hope. Normalerweise war die Gruppe aus ein paar Studenten mit ihrem Professor auf dem Weg nach Hause, aber durch einen Unfall muss der Bus einen Umweg durch Little Hope nehmen und damit geraten die Dinge erst ins Rollen. Nachdem der Bus ebenfalls verunglückt ist, ist der Busfahrer verschwunden und die Gruppe muss Hilfe suchen. Komischerweise drängt sie ein mysteriöser Nebel immer weiter in die Kleinstadt, in der schreckliche Hexenprozesse stattgefunden haben. Diesmal habe ich nicht im CoOp gespielt und konnte so alle Charaktere steuern und dies ist immer wieder eine Herausforderung, denn jeder kann sterben. Natürlich sind die Charaktere wieder einmal klischeehaft, aber dies störte mich schon bei den Vorgängern nicht. Die Atmosphäre ist unfassbar dicht, die Quick-Time-Events gehen gut von der Hand und ich habe mich stellenweise richtig gegruselt, welches auch an der richtig guten Geschichte liegt. Selbst das Ende, welches ich freigespielt habe, hatte ich so nicht erwartet. Eines der besten Horrorspiele des Jahres!

Samstag, 26. Juni 2021

Game Review: The Medium


Genre: Horror
Gespielte Plattform: XBox Series X
Publisher: Bloober Team
Developer: Bloober Team
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 28. Januar 2021
Spielzeit: 8 Stunden

Akira Yamaoka, der Erschaffer des einzigartigen Sounds der Silent Hill Spiele hat für ein neues Spiel seine Musikinstrumente herausgeholt - na, wenn das mal kein gutes Zeichen ist! Im Spiel The Medium begleiten wir Marianne, die wie der Name des Spiels vermuten lässt, ein Medium ist. Schon seit dem Kindesalter ist für sie die Welt in zwei Realitäten geteilt - unsere Welt und die Geisterwelt. Einzig und allein ihr Adoptivvater Jack empfand dies als eine Gabe und nicht als einen Fluch. Nun ist dieser jedoch verstorben und als wir uns um seine Beerdigung kümmern, erhalten wir einen mysteriösen Anruf von einem Mann namens Thomas, der versucht, uns ins Niwa-Resort zu locken… Ich liebe das Gameplay-Element mit den beiden Welten, die zwar getrennt, aber doch irgendwie verbunden sind. Oft hatte ich einen Kloss im Hals bei den schweren Themen, die das Spiel anspricht. Atmosphärisch und erzählerisch ist The Medium ein großes Kino und ich blicke auf ein erstaunliches Spielerlebnis zurück. Kleine Geisterschmetterlinge weisen uns den Weg und ein schauriges Monster namens "der Schlund" sorgt für beklemmende Schleich- und Fluchtsequenzen. Wow, das ist Horror, den ich mag!

Mittwoch, 16. Juni 2021

Game Review: Blasphemous


Genre: Souls-like
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: Team17 Digital Ltd.
Developer: The Game Kitchen
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 10. September 2019
Spielzeit: 18 Stunden

Metroidvania und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr, aber dann fiel das Wort Dark Souls und was soll ich sagen, Blasphemous landete auf meiner Switch. Vom Gameplay erinnert es mich ein wenig an das Spiel Dead Cells, was vielleicht an dem 2D-Look liegt, in dem sich die Welt präsentiert. Wir laufen nämlich durch die Gegend und versuchen, die vielen Gegner umzubringen, bis wir zu einem Boss gelangen. Dabei benutzt unser Ritter schon mal die Mitbringsel der Monster um sie platt zu kriegen, was in heftigen Animationen ausartet. Allgemein spart Blasphemous nicht an Blut und Gewalt. Ich muss jedoch sagen, dass ich dies noch niemals in einem solch detailreichen Pixellook gesehen habe. Christliche Themen werden in die Geschichte eingeflochten, auch wenn ich diese nicht wirklich verstanden habe. Aber dies ist bei Dark Souls schließlich auch nicht anders. Bosskämpfe - check. Hoher Schwierigkeitsgrad - check. Anstrengendes, aber belohnendes Spiel - check. Blasphemous ist sicher nicht für jeden etwas, aber wer sich auf solche Spiele gerne einlässt, wird seinen Spaß haben.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Game Review: Remothered - Broken Porcelain


Genre: Horror
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Modus Games
Developer: Stormind Games
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 13. Oktober 2020
Spielzeit: 7 Stunden

Nach dem verwirrenden Ende von Remothered Tormented Fathers geht die Geschichte nun endlich mit Broken Porcelain weiter und ich bin skeptisch, ob mir der Teil wenigstens besser gefallen mag als sein Vorgänger. In Tormented Fathers bemängelte ich, dass wir ständig vor jemandem fliehen müssen und das dadurch für mich der Horror nicht nur abgemildert, sondern ausgehebelt wird. Broken Porcelain verzichtet leider nicht auf dieses Gameplay, sondern auch hier dürfen wir uns wieder verstecken und vor gottgleichen Gegnern fliehen. Dadurch können frustrierende Stellen entstehen, die gar keine Lust mehr auf das Weiterspielen machen. Das ist furchtbar schade, denn die Geschichte ist eigentlich ganz interessant - ein Medikament, welches andere kontrollieren kann, geheime Experimente und ein mysteriöser Brand in einem Kloster - hier liegt großes Potenzial! Grafisch macht das Spiel ebenfalls sehr viel her und ist eine Augenweide. Selbst die Momente zwischen Jennifer und Lynn sind herzallerliebst. Ich möchte das Spiel gerne mögen, aber das frustrierende und mangelhafte Gameplay macht es mir unfassbar schwer. So kann ich das Spiel leider nicht empfehlen.

Montag, 24. Mai 2021

Game Review: WatchDogs Legion


Genre: Action-Adventure
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Ubisoft
Developer: Ubisoft
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 29. Oktober 2020
Spielzeit: 25 Stunden

WatchDogs ist eine Reihe, mit der ich eine Menge Spielspaß verbinde, aber ich war relativ skeptisch, als ich den Trailer zu WatchDogs Legion gesehen habe. Vielleicht war es nur eine Vorahnung, aber daraus wurde schließlich Realität. Wir befinden uns in London und werden im Prolog Zeuge davon, wie eine Hackergruppierung namens Zero Day Sprengstoff in der ganzen Stadt zündet und dies dann Dedsec in die Schuhe schiebt. Einige Zeit später müssen wir nicht nur beweisen, dass Dedsec nicht hinter diesen Anschlägen steckt, sondern auch die Stadt aus den Fängen von Albion befreien. Albion unterjocht alle Minderheiten und versucht aus der Polizeigewalt auch noch ihren Profit zu ziehen. Ein schweres Thema, schließlich sollte der neuste Teil etwas ernster werden - doch kann ich es ernst nehmen, wenn ein Charakter mit Katzenohren oder einem Karton über dem Kopf vor mir steht? An die ernste Aufmachung von WatchDogs 1 erinnert es zumindest nicht. Kommen wir gleich zum großen Kritikpunkt - wir können jeden in der Stadt rekrutieren und dementsprechend auch zu unserem spielbaren Protagonisten machen. Ein ambitioniertes Projekt, welches nicht gut für mich funktioniert. Dadurch gibt es keine persönliche Bindung und die Geschichten dazu sind austauschbar. Tiefe Charaktere wie in den Vorgängern suchte ich vergebens. Die Story des Spiels hat zwar interessante Themen wie KIs, aber diese kommen nicht zum tragen aufgrund des Copy&Paste Prinzips. Da habe ich lieber feste Charaktere und eine gute Geschichte. Die deutsche Synchronisation ist unglaublich schrecklich und technische Bugs sind keine Seltenheit. Eines muss ich jedoch als positiven Punkt werten: London ist wunderschön und sehr lebendig... wären die Quests nicht so eintönig. Das ist furchtbar schade.

Samstag, 15. Mai 2021

Game Review: Assassins Creed Valhalla


Genre: Action-Adventure
Gespielte Plattform: XBoxOne
Publisher: Ubisoft
Developer: Ubisoft
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 10. November 2020
Spielzeit: 100 Stunden

Als ich vernahm, dass sich das neue Assassins Creed mit Vikingern bzw. Nordmännern und deren Raubzügen in England beschäftigen sollte, da war ich positiv überrascht. Das könnte genau mein Spiel werden, dachte ich mir und ich sollte damit richtig liegen. Wir spielen Eivor (entweder männlich oder weiblich), die sich im Jahre 873 von Nordwege aufmacht in das verheißungsvolle Englaland. Zusammen mit unserem Bruder Sigurd gründen wir die Siedlung Hraefnathorp und werden in den Konflikt zwischen Assassinen und dem Orden der Ältesten hineingezogen. Siedlungsaufbau - Raubzüge, um Ressourcen zu sammeln und eine gewaltige Hauptquest, um Verbündete in ganz Englaland zu gewinnen. Ivar und Ubba Ragnarson, nordische Mythologie, Wetttrinken und Spottstreite - das Spiel strotzt nur so vor wundervollen Sachen. Kämpfe fühlen sich zwar wuchtiger an, aber ansonsten hat das Kampfsystem alles zu bieten, was ich an Assassins Creed liebe. Ausrüstung kann bei Schmied Gunnar aufgewertet werden. Selbst die Geschichte außerhalb des Animus kann sich sehen lassen und wirft neue Fragen auf bezüglich der Isu, ohne die beiden Mythologien zu vergessen. Sowohl die Ausflüge nach Asgard als auch die vielen Weltereignisse sind wunderbar geschrieben. Der Soundtrack ist einer der besten, den ich je gehört habe, was auch an der Band Wardruna liegt. So hat ein Assassins Creed auszusehen und bildet eine vortreffliche Symbiose mit der nordischen Mythologie.

Freitag, 14. Mai 2021

Game Review: Doom Eternal


Genre: Shooter
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Bethesda
Developer: id Software
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 20. März 2020
Spielzeit: 16 Stunden

Da mich Doom 2016 überrascht hat, wollte ich nun auch Doom Eternal ausprobieren. Nach ein paar Monaten sind die Dämonen vom Mars auf der Erde angekommen und zerlegen die Menschheit. Wir als Doom Slayer müssen dem natürlich Einhalt gebieten und dazu wollen drei dämonische Priester erschlagen werden. So gut sich die Story am Anfang angefühlt hat, so schwurbelig wurde sie für mich am Ende. Vielleicht habe ich auch nicht alles verstanden, obwohl ich jedes Schriftstück gefunden und gelesen habe. Dennoch möchte ich es loben, dass mehr Hintergrundgeschichte reingebracht und ausgefeilt wurde. Wir treffen auf alt bekannte Dämonen, aber selbstverständlich sind auch neue Gegner dabei. Diesmal hatte ich sogar das Gefühl, mehr Schaden zu machen, was vielleicht daran liegt, dass dies bei Gegnern auch visuell angezeigt wird - da fehlen zum Beispiel auf einmal Stücke vom Oberarm. Abwechslung soll durch Sprungpassagen geboten werden, die manchmal ganz schön schwierig sein können. Vom Hocker gehauen, haben sie mich jedoch nicht. Schön fand ich allerdings, eine Revenant Drohne zu übernehmen und auch Sentinel City war eine beeindruckende Kulisse, die mich ein wenig an den Klassiker Myst erinnert hat. Waffen müssen geupgraded werden, denn die Dämonenbrut wird immer stärker und anspruchsvoller. Fehlt uns die Munition, kommt die Kettensäge zum Einsatz. Dämonenblut fließt so oder so! In unserer Basis können wir kurz verschnaufen. Gefreut habe ich mich über VEGA, die KI aus dem Vorgänger und der Soundtrack war ebenfalls wunderbar passend mit seinen derben Metal-Tönen. Ein anspruchsvoller und stimmiger Shooter.

Dienstag, 11. Mai 2021

Game Review: Deadly Premonition 2


Genre: Adventure/Survival/Horror
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: Rising Star Games
Developer: TOYBOX
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 10. Juli 2020
Spielzeit: abgebrochen nach 15 Stunden

Normalerweise spiele ich Games immer bis zum Ende, bevor ich eine Rezension schreibe, aber ich habe im Leben nicht vor, Deadly Premonition 2 je wieder anzurühren. Das Spiel startet damit, dass zwei FBI-Agents Francis Zach Morgan befragen, der auf seine alten Tage in einer heruntergekommenen Wohnung haust. Der Fall von Greenvale liegt Jahre zurück, allerdings hat er bis heute Auswirkungen auf unseren Lieblingsagenten. Nun sitzen aber die anderen beiden Kollegen nicht aus reinem Interesse vor uns, sondern es haben sich neue Erkenntnisse in einem anderen Fall in Louisiana aus dem Jahr 2005 ergeben, welche überraschende Ähnlichkeit mit denen aus dem ersten Teil aufweisen. Für mich passt nichts in diesem Spiel zusammen. Ich dachte nicht, dass sich technisch der erste Teil unterbieten lässt, aber Deadly Premonition 2 ist technisch einfach grausig - aufploppende Texturen aus der N64-Zeit, die Steuerung des Skateboards ist schlimmer als die der Autos aus dem ersten Teil und die Charaktermodelle wirken alle wie hingerotzt. Selbst die Geschichte ist zusammenhangslos und absolut langweilig. So viel sinnloses Gerede habe ich noch in keinem Videospiel gehört. Schrullige Charaktere und lustige bis epische Situationen wie aus dem ersten Teil suchte ich hier vergebens. Finger weg von diesem Spiel!

Samstag, 1. Mai 2021

Game Review: Depth



Genre: Multiplayer
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Digital Confectioners
Developer: Digital Confectioners
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 03. November 2014
Spielzeit: 15 Stunden

Taucher gegen Haie! Habe ich eure Aufmerksamkeit liebe Leser? Gut, dann lasst uns über das tolle Spiel Depth reden. In diesem Multiplayer-Titel übernimmt eine Gruppe die Rolle von Tauchern, die Schätze auf dem Meeresgrund bergen und die andere Gruppe der Mitspieler sind die Haie. Natürlich lassen die Haie die Taucher nicht in Rue und so kann es passieren, dass ein Schatzjäger mal etwas angeknabbert wird. Ein paar Tricks und Hilfsmittel helfen den Tauchern zwar, aber wenn sich die Haie gut organisieren, dann ist dagegen kein Kraut gewachsen. So hat ein gutes Multiplayer-Spiel auszusehen. Was war das ein Gefühl für mich, als ich als Hai meinen ersten Taucher weggesnackt habe.

Freitag, 30. April 2021

Game Review: Far Cry 4


Genre: Shooter
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Ubisoft
Developer: Ubisoft
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 18. November 2014
Spielzeit: 43 Stunden

Nachdem ich so begeistert war vom dritten Teil der Far Cry Reihe, hatte der Hype mich beim vierten Teil natürlich mehr als erwischt. Jetzt geht es jedoch nicht auf eine tropische Insel, sondern ins Himalaya Gebirge! Ajay besucht eigentlich nur Kyrat, weil dies der letzte Wille seiner Mutter ist. Er soll ihre Asche nach Lakshmana bringen und wird sogleich vom Diktator Pagan Min in Empfang genommen. Nun haben wir die Möglichkeit auf ihn zu warten um das erste Ende zu sehen oder wir machen uns aus dem Staub, denn mit rechten Dingen scheint es in seinem Königreich nicht zuzugehen. Es kommt wie es kommen muss und wir schließen uns der Rebellengruppe „Der goldene Pfad“ an. Von nun an haben wir, wie es uns die Ubisoft Formel diktiert, wieder einen Haufen Spaß in der Welt, in dem wir Gebiete befreien und Missionen absolvieren. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn wir mit einem Elefanten einen Stützpunkt erobern. Wir können entscheiden, wie wir das Land beeinflussen wollen im Bürgerkrieg - folgen wir der einen Rebellenführerin und gehen neue Wege oder bleiben wir bei der Religion? Drogentrips sind ebenfalls dabei. Durch das Jagen besonderer Tiere können wir unsere Ausrüstung aufwerten, Gyrocopter sind unsere Freunde und Honey Badger sind die größten Dreckskerle im Spiel - es gibt so viel zu sehen und so viel Spaß!

Montag, 26. April 2021

Game Review: Hotline Miami


Genre: Shoot’em Up
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Devolver Digital
Developer: Dennaton Games
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 29. Oktober 2012
Spielzeit: 7 Stunden

Argh, wir soll ich über ein Spiel schreiben, welches viele total hoch ansehen, ich aber überbewertet finde wie nichts anderes? Es geht um Hotline Miami. Ja, der Soundtrack ist nicht schlecht, aber das war es für mich auch schon mit den positiven Punkten. Wir spielen einen Auftragsmörder, der immer wieder andere Tiermasken aufsetzt und sich dann durch Horden von Gangstern schießt, um an einen Koffer zu kommen. Immer wieder das gleiche Gameplay in einer langweiligen Geschichte. Tut mir Leid, aber Hotline Miami ist so gar nicht meins.

Sonntag, 25. April 2021

Game Review: God of War 3


Genre: Hack&Slay
Gespielte Plattform: Playstation 3
Publisher: Sony
Developer: Sony
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 19. März 2010
Spielzeit: 15 Stunden

Wow, ist das ein episch inszeniertes, aber unfassbar brutales Spiel - das war mein erster Eindruck von God of War 3, als ich mit der Titanin Gaia den Olymp hochkletterte. Bis zu diesem Ereignis hatte ich noch nichts in der God of War Reihe gespielt und war ganz verzückt von der Präsentation des Spiels. Kratos ist immer noch von Rache zerfressen - er will die Götter bluten sehen und versucht dementsprechend den Titanen zu helfen. Natürlich kommt es alles wieder etwas anders als geplant und so muss Kratos selbst jeden Gott einzeln jagen und zur Strecke bringen. Dabei erhalten wir nützliche Waffen und Items, die uns neue Fähigkeiten geben. Besonders die Beschaffung des Kopfes von Helios wird in vielen Spielemagazinen als eine der brutalsten Szene überhaupt gewertet und genau das ist es auch - God of War ist ein sehr brutales Spiel. Wir schnetzeln uns durch wahre Horden von Gegnern und schmeißen sie nur so herum. Dabei spritzt sehr viel Blut, welches jedoch nicht die Inszenierung des Ganzen stört. Selbst die Geschichte kann sich sehen lassen und ist spannend erzählt. Ist selbstverständlich etwas vollkommen anderes als das 2018 erschienene God of War, aber immer noch sehr gut.