Samstag, 15. Juni 2019

Game Review: The Missing - JJ Macfield and the Island of Memories

Genre: Puzzle-Plattformer
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Arc System Works
Developer: White Owls Inc
USK: keine Angabe
Release: 12. Oktober 2018
Spielzeit: 5 Stunden

So viel Gutes habe ich über The Missing - J.J. Macfield and the Island of Memories gehört. Wie cool, das neue Spiel von Swery! Ich gebe es zu, ich hatte keine Ahnung, wer Swery ist. Hidetaka Suihiro ist ein Spieleentwickler, der bekannt ist für seine surrealen Spiele mit mysteriösen Kontexten. Keine Angst, ich werde das bestimmt noch nachholen und vorher Twin Peaks schauen, aber jetzt reden wir erst einmal über The Missing!

J.J. kommt auf die Insel der Erinnerungen, weil ihre Freundin Emily bei einem Camping-Ausflug spurlos verschwunden ist. Wo ist sie nur hin und was ist das überhaupt für ein Ort? Als sie sich auf den Weg macht, wird sie plötzlich vom Blitz getroffen und kann seitdem nicht mehr sterben.

Und da kommen wir auch schon zur maßgeblichen Mechanik des Spiels - wir müssen Rätsel lösen um Abschnitte zu überwinden und dabei schrecken wir nicht davor zurück der lieben J.J. wehzutun. Müssen wir Dornen abfackeln, brennen wir erst einmal J.J. an, die dann wie eine menschliche Fackel zu den Dornen stolpert. Manchmal schmeißen wir ein abgetrenntes Bein, dann unseren Kopf.

Hört sich so leicht an, aber das ist es nicht. Jedes einzelne Mal, wenn J.J. sich selbst verstümmelt, leidet man mit, weil sie meist herzzerreißend schreit und stöhnt. Ich möchte dem Mädchen doch gar nicht weh tun, doch ich muss, wenn ich weiterspielen möchte. Selbst die Textnachrichten können davon nicht ablenken.

Ich könnte mich nun noch über die grandiose Inszenierung auslassen, die meist leise Töne anschlägt, aber in seiner Bildgewalt beeindruckend ist oder über den fabelhaften Stil an sich. Aber was ich eigentlich so atemberaubend fand, als mir am Ende bewusst wurde, was ich da eigentliche spiele. Was ist die Motivation hinter den vielen Verletzungen? Warum wird das Spiel gelobt wegen seinem Einfluss in die LGBTQA+-Richtung?

Das werde ich euch nicht beantworten, denn ihr solltet es selbst spielen und am Ende genauso mit offenem Mund dasitzen, wie ich es tat. Hat mich sehr gerührt und ich möchte in Zukunft bitte noch mehr von solchen Spielen sehen!

Fazit

Ein gutes Spiel, mit fieser Mechanik und atemberaubender Botschaft.