Samstag, 4. Juli 2020

Game Review: Iris and the Giant

Genre: Roguelike/Cardgame
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Goblinz Studio/Maple Whispering Limited/Mugen Creations
Developer: Louis Rigaud
USK: keine Angabe
Release: 27. Februar 2020
Spielzeit: 6 Stunden

Moep0r und seine Kartenspiele - da hat mein lieber Podcastkollege wieder eine wahre Perle im Dschungel der Videospiele gefunden, denn Iris and the Giant ist ein brandneues kartenbasiertes Roguelike-Taktik-Spiel, welches allerdings auch eine emotionale Story haben soll. Wenn Gameplay und die Geschichte dazu stimmt, dann freue ich mich natürlich. Als Anmerkung und zur Transparenz: Wir haben durch den Podcast Review-Keys für Steam erhalten, welche natürlich nicht an irgendwelche Meinungen geknüpft sind. Also los geht’s…

Iris ist ein sehr trauriges und in sich gekehrtes Mädchen.
Gegen so viele fiese Sachen muss Iris Tag für Tag ankämpfen, bis sie ins Wasser des Schulschwimmbads springt und auf dem Boot des Fährmanns über den Fluss Styx landet. Nun muss sie sich ihren inneren Dämonen stellen.

In Erinnerungsstücken, die wie gemalt dargestellt werden, erleben wir die vielen Hindernisse des Alltags von Iris und schlimme Erlebnisse, die mich fast zum Weinen gebracht haben. Am liebsten hätte ich Iris in den Arm genommen. Aber davon will sie sich gar nicht unterkriegen lassen und stellt sich den fiesen Gestalten auf ihrem Weg in die Freiheit.

Mit Karten kämpfen wir, wovon ich ja eigentlich immer ein bisschen abgeschreckt werde. Aber das System ist so einfach und leicht verständlich, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat. Schwerter treffen gezielt Feinde auf dem dreireihigen Schlachtfeld, während eine Axt gleich eine ganze Reihe niedermäht. Wir müssen unsere Energieleiste und unsere Motivation im Auge behalten und gelegentlich mit Karten aufladen.

So gehen wir Stück für Stück von Schlachtfeld zu Schlachtfeld und arbeiten uns den Berg nach oben zu unserem größtes Dämonen. Dabei können wir auch andere Wege und Abzweigungen freischalten, die vielleicht riskanter, aber ertragreicher sind. Geht uns die Puste aus, so starten wir erneut, haben aber für die nächste Runde dazugelernt. Bosse haben eigene Mechaniken, die ich sehr gelungen fand.

Fazit

Ein wundervolles, melancholisches und zugleich unkompliziertes Kartenspiel mit einer sensiblen Protagonistin.