Donnerstag, 31. Dezember 2020
Jahresrückblick - Games
Jahresrückblick - Bücher
Persönlicher Jahresrückblick
Was war das für ein Jahr 2020. Ich sitze hier am zweiten Weihnachtstag, während Max gerade mit meinem Papa vor der Leinwand die dritte Staffel The Expanse schaut und denke an die vergangenen Monate zurück. Weihnachten und der Jahreswechsel sind immer eine Zeit, in der ich besinnlich und auch ein bisschen melancholisch werde. Zumindest dieses Jahr ist das so. Ich erinnere mich noch an den Januar, als Max und ich zusammen im Radiostudio waren, unser nächstes Abenteuer mit dem Zug planten, genauso wie andere magische Ziele. Dieses Jahr fahren wir auf jeden Fall an die Nordsee! Außerdem besuchen wir zahlreiche Messen und Conventions. Freunde quer über die deutsche Landkarte verteilt - kein Problem! Doch dann wurde alles anders…
Game Review: Ghost of Tsushima
Genre: Action-Adventure
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Sony
Developer: Sucker Punch Productions
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 17. Juli 2020
Spielzeit: 26 Stunden
Seit Ghost of Tsushima auf der E3 vor ein paar Jahren mit einem Flötenspieler angekündigt wurde, war ich gespannt auf dieses Spiel. Wir stecken in der Haut von Samurai Jin Sakai, der im Jahre 1274 die Invasion der Mongolen hautnah miterlebt. Als sein Onkel Lord Shimura von den Mongolen gefangen genommen wird, muss Jin sich entscheiden, ob er den ehrenvollen Weg eines Samurai geht oder doch lieber als Geist aus den Schatten operiert. Nicht nur Jin’s innerer Konflikt hat mir sehr gut an diesem Spiel gefallen, sondern es gibt so viele positive Punkte, dass ich ins Schwärmen gerate. Die Open-World ist nicht so überladen und die wenigen Fetch-Quests haben mich null genervt. Hier macht das Entdecken noch Spaß, welches auch daran liegt, dass der Wegfinder der Wind selbst ist. Optisch erinnert Ghost of Tsushima an die Werke des Regisseurs Akira Kurosawa, der ganz besondere und ästhetische Samurai-Filme gedreht hat. Allein die Duelle sind ein Augenschmaus, aber auch die Geschichte muss sich nicht verstecken. Besonders gefallen haben mir die Geschichten der Begleiter, wie Lady Masako, Yuna, Sensei Ishikawa, Norio und nicht zu vergessen den Sake-Händler Kenji. Aber auch die alten Geschichten der Musiker, die zu legendären Techniken, Waffen und Rüstungen führen, sind ganz fantastisch und mit den Tuschezeichnungen interessant in Szene gesetzt. Unser treues Pferd, welches wir selbst aus drei Namen benennen können, läuft geschmeidig und kommt auf ein Pfeifen. Außerdem habe ich selten in einem Videospiel so einen ausufernden Galopp gesehen - da können die Pferde aus RDR2 einpacken! Der Soundtrack ist wunderschön und ich liebe die entschleunigten Momente, wie ein Haiku zu schreiben, Füchse zu streicheln, Bambus durchzuschlagen und heiße Quellen zu besuchen. Ich liebe Ghost of Tsushima - eines der Spiele des Jahres und ein würdiger Abschluss für die Playstation 4!
Mittwoch, 30. Dezember 2020
Game Review: Maid of Sker
Genre: Horror
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Wales Interactive
Developer: Wales Interactive
USK: keine Angabe
Release: 28. Juli 2020
Spielzeit: 4 Stunden
Thomas Evans, ein angesehener Komponist sitzt in einem Zug nach Sker. In seinen Ohren klingen noch die Worte seiner Geliebten Elisabeth, die ihn bittet eine Gegenmelodie zu einem Musikstück in einem Medaillon zu schreiben. Dieses Lied würde alle verrückt in Kopf machen und nur Thomas ist in der Lage diesem Unheil Einhalt zu gebieten. Doch als wir mit Thomas auf Sker ankommen, merken wir schnell, dass der Wahn eventuell schon längt um sich gegriffen hat. Ich liebe die Idee des Spiels - ein Lied bzw. eine Melodie, die Menschen beeinflussen kann, ist eine gute Grundlage für ein Horrorspiel. Zudem können verschiedene Enden freigeschaltet werde, die ebenfalls mit dieser Melodie zu tun haben. Durch die detailreiche Umgebung kommt eine wunderschöne Atmosphäre auf, die allerdings nicht für jeden etwas ist, denn ein gewisser Filter liegt über allem und macht das Bild etwas nebelig. Es könnte also alles so schön sein, allerdings kommt kaum Grusel auf. Die Gegner können schnell ausgeschaltet oder ignoriert werden. Maid of Sker ist ein tolles Spiel, aber als Horrorspiel funktioniert es nicht so gut.
Dienstag, 29. Dezember 2020
Game Review: Harvest Moon - A New Beginning
Genre: Simulation
Gespielte Plattform: 3DS
Publisher: Marvelous
Developer: Marvelous
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 20. September 2013
Spielzeit: 110 Stunden
Wir können Yaks melken! Ihr seid noch nicht überzeugt von Harvest Moon - A New Beginning? Dann erzähle ich euch noch ein paar Sachen über dieses wundervolle Spiel. Wir erben von unserem Vater einen Bauernhof im heruntergekommenen Echo Village. Ein alter Mann, der vor uns zusammenbricht erzählt uns die Geschichte der Stadt und aufgrund dessen beschließen wir dieser Stadt zu neuem Glanz zu verhelfen. Natürlich wollen wir das mit dem geerbten Bauernhof bewerkstelligen und bauen deswegen Feldfrüchte an und versorgen unsere Tiere - diesmal sind nicht nur wie oben angepriesen Yaks dabei, sondern natürlich auch Kühe, Hühner, Schafe, Alpakas und Lamas. Haustiere wie ein Hund und eine Katze haben wir selbstverständlich ebenfalls. Wir können angeln gehen und uns mit den Dorfbewohnern anfreunden - alles wie immer und immer noch gut. Ein tolles Harvest Moon!
Montag, 28. Dezember 2020
Game Review: Mafia
Genre: Action-Adventure
Gespielte Plattform: Playstation 2
Publisher: 2K Games
Developer: Illusion Softworks
USK: Freigeben ab 16 Jahren
Release: 04. Februar 2004
Spielzeit: 22 Stunden
Selten hörte ich ein negatives Wort über das Spiel Mafia. Einzig und allein bei der Rennmission waren sich alle einig, dass dies Gamedesign aus der Hölle ist, aber ansonsten wird das Spiel immer in den höchsten Tönen gelobt. So kam es, dass ich vor fast zehn Jahren ebenfalls vor der Playstation 2 saß und Mafia nachgeholt habe. Wir spielen Tommy, einen Taxifahrer in Lost Heaven, der unschuldig in den Krieg zwischen den beiden Mafia-Familien Salieris und Morello reingezogen wird. Nachdem er von den Morellos angegriffen wird, hat er eine solche Angst, dass er einen Job bei Don Salieres annimmt. Anfangs hat Tommy noch große Probleme mit seiner Arbeit und bringt es nicht übers Herz jemanden zu töten, doch mit der Zeit wird die Handlung immer gewalttätiger und skrupelloser. Eine Charakterentwicklung, die es selten in einem Videospiel gibt. Ich muss zugeben, dass Mafia nicht gut gealtert ist. Die Welt ist unglaublich leer und dient nur als Kulisse, die Autofahrten sind eintönig und an vielen Enden harkt es. Trotzdem ist die Geschichte super und die Sprecher machen einen grandiosen Job. Ein gutes Spiel!
Sonntag, 27. Dezember 2020
Game Review: No One Lives Under The Lighthouse
Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: Sowoke Entertainment Bureau
Developer: Sowoke Entertainment Bureau
USK: keine Angabe
Release: 21. April 2020
Spielzeit: 2 Stunden
Dodo kommt manchmal mit Spielen um die Ecke, die sind etwas Besonderes. Oft sind es richtige Indie-Perlen, die jeder gespielt haben sollte, aber was No One Lives Under The Lighthouse ist, das kann ich euch auch nicht beantworten. Auf jeden Fall sind wir der neue Leuchtturmwärter auf einer einsamen Insel. Was mit unseren Vorgängern passiert ist, ist ein Mysterium. Vielleicht ist die Insel doch nicht so verlassen, wie wir am Anfang vermutet haben? Grafisch ist dieses Spiel wirklich keine Augenweide, aber das muss es auch nicht sein. Hier haben sich die Entwickler an alten Adventures orientiert, die damals wie ein kleiner Schatz von einer CD weitergegeben worden sind. Es hätte also echt gut sein können, aber oft wusste ich nicht, was das Spiel von mir möchte. Immer wieder die gleiche Routine am Leuchtturm und schon wieder fehlt etwas, was ich erst einmal suchen muss. Vorausgesetzt ich habe es gesehen und verstanden, dass dort ein Teil fehlt. Zugegeben ist es kreativ die Fluchtsequenz aus den Augen eines Monsters zu visualisieren, doch leider ist hier der Trial&Error Faktor zu groß und die Steuerung zu hakelig. Dies führt dazu, dass No One Lives Under The Lighthouse unfreiwillig komisch ist. Schade, nicht mein Spiel.





