Montag, 31. Dezember 2018

Persönlicher Jahresrückblick

Okay, ich habe Angst diese Zeilen hier zu schreiben. Als ich letztes Jahr meinen persönlichen Jahresrückblick geschrieben habe, ging es mir nicht sehr gut. Meine Haare waren wieder ausgefallen und ich hatte 16 Chemos abgeschlossen. Eigentlich sollte ich nur noch dreißig Einheiten Bestrahlung bekommen und dann sollte der Krebs besiegt sein. Tja, so war es nicht. Ein Jahr später sitze ich also vor meinem Laptop und schreibe ängstlich diese Zeilen. Wovor habe ich genau Angst? Das ich wieder total positiv schreibe und dann alles wieder den Bach heruntergeht. Nun sind es 184 Chemos, fünf OPs, davon eine Amputation, 30 Bestrahlungen, unzählige CTs, ein MRT, Biopsien, Bluttests später. Genug - noch nie war das Wort so passend. Ich kämpfe gegen Krebs, gegen Depressionen, gegen eine Lungenembolie und eine Thrombose, ich kämpfe gegen PTBS und ich kämpfe gegen so viel. Aber eines hat sich geändert - ich kämpfe nicht mehr gegen mich selbst. Jedenfalls nicht mehr so unerbittlich. So doof sich das anhört, ich war noch nie so froh am Leben zu sein. Ja, mein Leben ist wirklich eine Achterbahn, was aber bedeutet, dass neben den schrecklichen Tiefpunkten, es auch euphorische Höhen gibt. 

Jahresrückblick - Games

Was war 2018 doch ein bombastisches Jahr für Gamer. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass noch nie so viele hochwertige Spiele rausgekommen sind. Von auffälligen Triple-A-Titeln, bis hin zu den kleinen Indie-Geheimtipps - von beliebten Titeln großer Namen, bis zu den krassen Überraschungen des Jahres. Offene Welten, die noch nie so groß waren und herausragende Geschichten. Grafisch wird immer wieder das Realistischste geboten und dennoch gehen viele zum 16-Bit-Stil zurück. Aber kommen wir zu meiner persönlichen Statistik - insgesamt habe ich 133 Spiele dieses Jahr abgeschlossen und 82 Spiele angefangen, aber nicht beendet, sprich sie sind wieder auf dem Pile of Shame gelandet. 94 Spiele sind in diesem Jahr davon erschienen und ich habe auf sämtlichen Plattformen gespielt, Computer, PS4, Switch, 3DS, XBoxOne und sogar mit dem Smartphone. Es ist mir dieses Jahr wirklich schwer gefallen diese Auflistung zu sortieren und eigentlich sind die ersten drei Plätze komplett gleichwertig und stehen nebeneinander und nicht untereinander. Also teilen sich drei Games den ersten Platz und sind somit mein Spiel des Jahres. Was es wohl sein wird?

Jahresrückblick - Filme

So langsam habe ich das Gefühl, dass mein Filmverhalten echt komisch ist. Nur vier Filme habe ich wirklich einzeln im Kino gesehen, bei anderen haben wir einen ganzen Filmtag veranstaltet und gleich drei bis vier Filme am Stück geschaut. Sich auf eine DVD/BluRay freuen oder panisch noch vorbestellen - alles dieses Jahr erlebt. Doppelt habe ich dieses Jahr allerdings nur zwei Filme gesehen. Aber auch hier möchte ich genauso wie bei den Games behaupten, dass es ein herausragendes Jahr für Nerds war. Viele Comic/Superhelden-Verfilmungen wie Aquaman, Avengers-Infinity War oder Venom, gleichzeitig Verfilmungen im Gaming Bereich vom Spiel Tomb Raider und dem Buch Ready Player One. Selbst für Potterheads und Anime-Fans war etwas dabei, als Fantastic Beasts - Grindelwalds Verbrechen und Your Name starteten. Während Aquaman wundervolle Unterwasserwelten zeigt, was mich in Kindheitserinnerungen schwelgen ließ, als ich annahm eine Meerjungfrau zu werden, bildet der krasse Kontrast dazu MEG und ich weiß wieder, warum die erwachsene Gwyn etwas Angst vor dem Meer hat. Biografien, Buchverfilmungen, die mich zum Lesen bringen und sogar der ein oder andere lustige Film. 62 Filme - war doch ein gutes Jahr.

Samstag, 29. Dezember 2018

Game Review: Fox N Forests

Genre: Jump&Run
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: EuroVideo Medien
Developer: Bonus Level Entertainment
USK: Freigeben ab 6 Jahren
Release: 17. Mai 2018
Spielzeit: 4 - 5 Stunden

Wie schön waren doch die alten Zeiten, als wir noch jung und unerfahren am Super Nintendo saßen und tagelang versucht haben ein Level in einem pixeligen Jump&Run zu schaffen. Eventuell möchte man meinen, dass diese Zeiten vorbei sind. Aber nein, meine lieben Nostalgiker! Horchet auf, denn Fox’N Forests schlägt genau in diese Kerbe.

Freitag, 28. Dezember 2018

Game Review: State of Mind

Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: Daedalic Entertainment
Developer: Daedalic Entertainment
USK: Freigeben ab 12 Jahren
Release: 15. August 2018
Spielzeit: 11 Stunden

Entweder ein Spiel hat Drachen oder Androiden um in meiner Bestenliste der Spiele des Jahres zu stehen. Beim futuristischen Setting und Cover könnt ihr euch vorstellen, dass in State of Mind wahrscheinlich keine Drachen, dafür aber Androiden ihren Platz haben. Sobald ein Android namens Simon erscheint, kann sich das Spiel schon einmal in der Top-Liste einnisten. Aber lasst mich euch etwas über State of Mind erzählen…

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Game Review: Return of the Obra Dinn

Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Steam
Publisher: 3909
Developer: Lucas Pope
USK: keine Angabe
Release: 18. Oktober 2018
Spielzeit: 4 - 5 Stunden

Ihr mögt ungewöhnliche Spiele und fandet Papers, Please schon gut? Dann ist vielleicht Return of the Obra Dinn etwas für euch. 1803 ist das imposante Schiff Obra Dinn spurlos verschwunden. Sein Ziel, das Kap der Guten Hoffnung hat es nie erreicht und plötzlich fünf Jahre später, kann man es im Hafen von Falmouth sehen, allerdings ohne Crew. Was ist passiert? Genau das sollt ihr herausfinden. Im Auftrag der East-India-Company müssen wir jedes einzelne Schicksal entschlüsseln und in einem Buch festhalten…

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Game Review: Detective Gallo

Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Switch
Publisher: Adventure Productions
Developer: Footprints Games
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 30. Mai 2018
Spielzeit: 3 - 4 Stunden

Eigentlich möchte ich gar nicht viele Worte über Detective Gallo verlieren, weil ich so enttäuscht bin von diesem kleinen Adventure. Von Anfang an sei gleich gesagt, dass ihr hier kein erstklassiges Point&Click-Adventure bekommt, wie es so manch andere namenhafte Studios zu Stande bringen. Wir spielen einen missmutigen und ungehobelten Hahn, der als Ermittler einen Fall aufklären soll. Irgendjemand hat bei einem anderen Vogel eingebrochen und seine Pflanzen kaltblütig ermordet! Dabei ist die Attitüde unseres Detective nicht charmant, sondern irgendwann nur noch nervig. Er behandelt alle Mitbürger wie seinen persönlichen Fußabtreter, obwohl er selbst nur ein bemitleidenswertes, kleines Licht ist. Der Zeichenstil ist hastig und wie so oft nicht perspektivisch korrekt. Würde man noch verzeihen, wenn wenigstens das Setting gut wäre, aber es wirkt alles zusammenhangslos und ohne Belang. Erzählerisch nicht das Gelbe vom Ei, offenbart sich eine halbgare Geschichte, die an den Haaren herbeigezogen ist, aber ab und zu für ein Schmunzeln sorgt. Kombinationen von Items muss man fast immer erraten. Synchronisation ist nur auf Englisch und Italienisch verfügbar, für die Leute, die das wissen möchten. Keine Empfehlung von mir.