Mittwoch, 26. April 2017

Game Review. Hearts Medicine - Time to Heal

Genre: Simulation
Publisher: Gamehouse
Developer: Blue Giraffe
USK: keine Angabe
Release: 20. September 2016
Spielzeit: 14 Stunden

Allison ist Assistenzärztin und muss sich durch die verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses arbeiten, um schlussendlich in der Chirurgie operieren zu dürfen. Time to Heal setzt dabei die Geschichte vom ersten Teil mit dem Titel "Ärztin mit Herz" fort. Da ich diesen Teil nicht gespielt habe, kann ich dazu jedoch keine Aussage treffen. Ist das Click-Managment-Game doch ein gutes Spiel oder erinnert es nur an Facebookspiele? Wir werden es sehen…

Mit gewissen Vorurteilen wage ich mich also an Heart's Medicine - Time to Heal und habe den Begriff des Browser-Games immer im Hinterkopf. Allison startet mit großen Ambitionen in das Spiel und möchte sogleich in der Chirurgie arbeiten. Doch Dr. Quinn kann nur einen Assistenzarzt ausbilden und so wird Allison auf eine andere Station verfrachtet. Auf der Levelübersicht kann man schon erahnen, dass wir uns hocharbeiten müssen. Na, dann mal los.

Vom Wartebereich aus müssen Patienten erst an die unterschiedlichen Behandlungsstationen verfrachtet werden, welches sowohl ein Stuhl mit einer Infusion sein kann, als auch ein Krankenhausbett. Manchmal kann Allison die Patienten so behandeln, manchmal braucht die junge Ärztin aber auch Hilfsmittel, die wir durch bloßes Anklicken aufheben können. Einige Behandlungen erfordern sogar kleine Minispiele und so stellt man den Infusionstropf ein oder renkt Knochen wieder ein. Anschließend müssen die wieder Gesunden entlassen werden. Je nach Schnelligkeit füllt sich die Herzanzeige eines Patienten und die Punkteanzeige steigt.


Pro Level kann man drei Sterne mithilfe der Zufriedenheit, also der Herzen der Patienten erreichen. Immer wieder büxt das Meerschweinchen Oliver aus der Apotheke aus und treibt sich auf den Stationen umher. Oliver muss in jedem Level eingefangen werden. Zudem gibt es in einigen Leveln und selbstredend in Prüfungen, die nach mindestens jedem zweiten Level auftauchen einige Auflagen, die erfüllt werden müssen. So darf man zum Beispiel die Vorräte an Pflastern und Wattestäbchen nicht ausgehen lassen, muss Pakete annehmen oder Rezepte ausdrucken.

In jedem Levelabschnitt bestehend aus zehn Leveln muss man auch einmal Emily in der Krankenhauskantine helfen, welches eigentlich eine eigene Spielreihe darstellt. So klickt man sich nicht nur in der Kantine von Level zu Level, was manchmal ganz schön hektisch werden kann. In jedem Bereich kommen neue Dinge und Behandlungsarten dazu, auf die man sich erst einmal wieder einstellen muss. Mithilfe vom erspielten Einkaufsgeld können die Behandlungsstationen in jedem Bereich verbessert werden.


Eine herzzerreißende Geschichte soll sich im Spiel verbergen - dies ist vielleicht etwas übertrieben, aber durchaus hat die Story ihre Höhen und Tiefen. Durch kleine Storyabschnitte die entweder vor oder nach einem Level kommen, wird die Geschichte recht schnell getragen und behandelt Themen, wie Tod und Krankheit, die in einem Krankenhaus typisch sind. Dabei werden durchaus Emotionen geweckt.  Die Charaktertiefe ist nicht bahnbrechend, aber jeder scheint seine eigene, kleine Geschichte zu haben.

Grafisch ist das Spiel, welches mit seiner gezeichneten Optik auffährt, gut gestaltet. Wenn ich ehrlich bin, dann hat mich Heart's Medicine - Time to Heal sehr überrascht. Ich wollte wissen, wie die Geschichte weitergeht und habe sogar ein klein wenig mit den Charakteren mitgefiebert. Das Click-Managment war zwar oft ganz schön hektisch, aber danach hatte ich das Gefühl total viel erreicht zu haben. Belohnungszentrum im Hirn wurde mehr als genug angesprochen.

Fazit

Ein überraschend solides Spiel, mit einer guten Geschichte, liebenswerten Charakteren und befriedigenden Click-Managment. 

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