Donnerstag, 26. Mai 2016

Game Review: Final Fantasy 15 Demo - Episode Duscae

Genre: JRPG
Publisher: Square Enix
Developer: Square Enix
USK: Noch ausstehend
Release: 30. September 2016
Spielzeit: 3 - 7 Stunden (Demo)

Langersehnt, aber doch voller Kritik…
Anscheinend ist das Auto kaputt und Noctis muss mit seinen Freunden Gladiolus, Ignis und Prompto Geld für die Reparatur auftreiben. 25,000 Gil liegen aber nicht einfach in der Gegend herum, doch ein Warnschild sorgt für neue Ideen. Wenn man doch nur den Behemoth erlegen könnte, dies würde doch sicherlich einen Batzen Geld einbringen. Und so zieht die Gruppe aus, um nach Spuren der großen Bestie zu suchen… Zur Geschichte lässt sich noch nicht ganz so viel sagen, da es sich hier um die Demo handelt, die es exklusiv beim Erwerb des Spiels Final Fantasy Type-0 als Download dazu gab. So viel bekannt ist, spielt das Game im Königreich Lucis, die mit dem Staat Niflheim im Krieg liegen. Die Friedensvereinbarung zwischen den Königreichen sind nur ein weiterer Versuch der Nilfheimer den letzten verbliebenen Kristall in ihre Gewalt zu bringen. Eine kleine Cutszene am Ende der Demo verrät einem da vielleicht mehr...

Gegnertypen sind zwar nicht mannigfaltig vorhanden, aber lassen schon ein grobes Bild erkennen. Zum einen gibt es die immer wiederkehrenden und manchmal schon leicht nervenden Säbelzähne, die es in zwei Farben und dementsprechenden Stärken gibt. Zum anderen streifen die relativ friedlichen Garula, ein Mammut-ähnlicher Pflanzenfresser, die wir schon in Final Fantasy 5 kennen lernen durften, durchs Land. Natürlich auch wieder in verschiedenen Größen und Stärken vorhanden. Ab und zu hört man ein Flugschiff über die Köpfe der Protagonisten schweben, welches eine kleine Gruppe an Robotersoldaten der Niflheim-Armee fallen lässt. In Höhlen und in der Nacht kann man Kobolden begegnen, die eine extrem epische Kampfmusik haben, aber einen auch vergiften können. Ein Kampf beginnt aber erst, wenn sich der rote Alarmbalken im oberen Bildschirmrand komplett füllt. Es gibt allerdings auch ein Wesen, welches einer Gazelle ähnelt, welches lieber flüchtet als zu kämpfen - vergleichbar mit den Wild in Skyrim. Die riesigen Wesen innerhalb des Wassers lassen sich nicht angreifen - ist wahrscheinlich auch besser so. Komando zurück - Angreifen an Land möglich. Die Vorstellung und das Herantasten an den Bossgegner Behemoth ist unglaublich atmosphärisch. Man bekommt einen Schreck und wartet anschließend durch Nebelschwaden immer in sicherer Distanz, aber auch mit der Gefahr den Boss aus den Augen zu verlieren. Das Design der Wesen ist sehr hübsch und fügt sich grandios in die Welt ein. Gegner lassen Wertgegenstände im Kampf fallen und die Erfahrungspunkte orientieren sich nicht nur an den Kreaturen selbst, sondern auch an den Konterangriffen und der Kampfzeit.

Eine wunderbare Landschaft will erkundet werden

Ein weiterer Bonus lässt sich erzielen, wenn man für 200 Gil in einem Wohnwagen in der Nähe der Werkstatt oder der Ranch übernachtet, denn erst beim Rasten levelt man auf. Das Kampfsystem an sich ist einfach und schnell verständlich. Fünf Waffenplätze kann man insgesamt zuweisen und damit eine eigene Taktik individuell erstellen. Der erste Hieb, der letzte Schlag, die Standartwaffe, bei einem Sprung oder beim Konterangriff - lassen sich mit einhändigen oder zweihändigen Schwertern oder Lanzen belegen. Zwar lassen sich neue Waffen in der Demo finden, aber nur als Spezialangriffe, die allerdings sehr schön animiert sind, einsetzen. Durch Tachyonensprünge (Ihr wisst ja, Tachyonen werden durch Ziegenkäse emittiert) kann man schnell zu einem Gegner gelangen oder sich an einem höher gelegenem Ort, baumelnd an einem Schwert ausruhen. Heilen kann man in der Deckung oder durch die Hilfe seiner Freunde, aber auch durch Heiltränke. Springen und Ausweichen durch Rollen ist ebenfalls möglich. Eine Art Koop-Kampf, in dem man seine Angriffe mit einem der Gruppenmitglieder abstimmt, können durchgeführt werden. Beschwörungen wird es im Hauptspiel mit höher Wahrscheinlichkeit geben, wobei diese wohl als Astralkraft bezeichnet werden. Die Beschwörung des Gottes Ramuh ist auf jeden Fall eindrucksvoll. Schön anzusehen sind auch die Konter-Angriffe, die bei jeder Gegnerart unterschiedlich ausfallen. Magie wurde in der Demo noch nicht eingebaut. Durch ein Update wurde die Kamera entschieden verbessert und lässt sich nun extrem schnell bewegen und kein Gegner kann so schnell aus dem Kampf hinauslaufen. Eine Demo zu updaten finde ich sowieso sehr interessant und war mir bis jetzt noch nicht bekannt. Vor allem aber ist es löblich sich auf das Feedback der Spieler zu konzentrieren und danach den Inhalt des Updates auszurichten. Hut ab!

Während das Auto von Cindy repariert wird...

Jetzt haben wir über das Kampfsystem und die Gegner gesprochen, aber die wichtigste Sache wurde gar nicht erwähnt: Es gibt Chocobos! Sowohl in der Wildnis sind schwarze Chocobos anzutreffen, als auch die bekannten gelben Chocobos stehen gesattelt auf der Ranch. Leider kann man sie noch nicht reiten, aber im Hauptspiel soll dies möglich sein. Einen Mogry konnte ich noch nicht entdecken.

... kann man erst einmal einkaufen gehen.

Über das Aussehen der Charaktere lässt sich streiten. Böse Zungen mögen ja behaupten, dass die vier Kerle aussehen wie eine Boyband. Für mich wirkt es eher, als hätte Square Enix aus der Final Fantasy Reihe einfach die beliebtesten Muster genommen. Prompto wirkt wie der witzige Klon von Cloud. Gladiolus ist der breite Schrank und Ignis der Schlaue mit der Brille. Noctis stellt den typischen Hauptcharakter dar. In der Demo ist nur Noctis der spielbare Charakter, ob sich dies im Hauptspiel ändert, ist mir leider unbekannt. Die Gruppe ist an sich sympathisch und ich muss gestehen, dass ich mich eventuell ein bisschen in Noctis verliebt habe. Also kann man von mir auch keine objektive Kritik diesbezüglich bekommen. Das einzige was mir ein bisschen den Spielspaß getrübt hat, war die Tatsache, dass mir die lieben Freunde manchmal im Weg herumstanden. Besonders in kleinen und engen Bereichen, wie in der Höhle, fällt dies besonders auf. Dennoch wächst einem die Gruppe schon irgendwie ans Herz. Bei einem Zwischenstopp auf der Farm oder der Werkstatt verteilen sich die Charaktere und schauen sich ein bisschen um, kommen dann aber sofort angerannt, wenn man das Gebiet verlässt. Personen, zum Beispiel die Lady in der Tankstelle, lassen sich nicht ansprechen. Mit den Verkäufern wechselt man ein paar Worte, aber der Charakter, der unglaublich gut und stimmig ist, ist die nette Mechanikerin Cindy. Ihre Haarfarbe, ihre Kleidung und auch ihre Art zu Sprechen ist ziemlich cool. Alles greift wie kleine Zahnräder in sich und bildet ein wunderschönes Gesamtbild. Die Atmosphäre nimmt einen sofort gefangen und wartet mit einer sagenhaften Umgebung auf. Man steht bis zu den Knöcheln im Wasser, blickt umher und kann das Knarren der Knochenplatten der riesigen Wesen im Wasser hören. Bei dem Auftauchen eines Transporters der eine Gruppe von Soldaten abliefert, bewegen sich nicht nur die Haare, sondern auch die Kleidung der Charaktere leicht bis massiv, je nach Abstand im Wind. Nach einem langem Sprint stützt sich Noctis auf seine Knie und verschnauft. Autos auf der Straße weichen einem aus, könne einen aber auch, wenn man es darauf anlegt, anfahren. Kleiner Tipp: Man kann sich mithilfe der Autos aus der Karte glitchen und somit zu einem Bereich gelangen, den man im Trailer schon sehen könnte. Beim superschicken Auto von Noctis und seiner Crew ist zwar die Option der Freien Fahrt ausgegraut, lässt aber darauf schließen, dass man im Hauptspiel die Karte frei erkunden kann. Die Plastikstühle und die älteren Autos oder jede kleine Packung im Laden oder  - diese Kleinigkeiten verwurzeln das Spiel in der Realität und tragen trotzdem zur Atmosphäre bei. Während die leuchtenden Felsen bei Nacht etwas Fantastisches an sich haben. Das Ausruhen am Lagerfeuer/Zeltplatz, welche mit einer wirklich fetzigen Melodie untermalt ist, verschafft einem zwar auch bestimmte Boni, gerade durch Nahrung, aber es zeigt auch ein sehr entspanntes Bild, welches im Kontrast zu den action-reichen Kämpfen am Tage steht. Streifzüge, in denen nur ein Charakter mit Noctis reist, während die anderen spazieren gehen oder sich ausruhen, lassen auf eine bestimmte Charaktertiefe im Hauptspiel schließen und unterstreichen die Freundschaft der Charaktere mit kleinen Dialogen untereinander. Das Pilzesammeln mit Prompto oder das Sternegucken mit Ignis, jedes Foto ist absolut einzigartig und zaubert einen ein Lächeln aufs Gesicht. Die ganze Welt ist voll mit starken Kontrasten: Fantasy zu Realität, Schon fast historische Autos zu dem Sportwagen, Natur zu Zivilisation.

Fazit

Eine gelungene Demo, welche einen guten Einblick gewährt und so unglaublich Lust auf das Spiel macht!


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