Dienstag, 25. Juli 2017

Game Review: TESII - Daggerfall

Genre: RPG
Publisher: Bethesda
Developer: Bethesda
USK: keine Angabe
Release: August 1996
Spielzeit: 20 - 50 Stunden

Mit einer Spielwelt, die doppelt so groß wie Großbritannien sein soll, lässt sich doch einiges anfangen, möchte man als Spieler meinen. 5.000 Dörfer, 750.000 NPCs… und tausende Bugs, die mich wirklich an den Rad der Verzweiflung und eventuell sogar darüber hinaus getrieben haben - Vielleicht nicht vorschnell urteilen, Retro muss nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil, aber... - Willkommen beim zweiten Teil der The Elder Scrolls Reihe - Daggerfall!

Zugegeben ist der Beiname "Buggerfall", den das Spiel von seinen Fans erhalten hat nicht sehr rühmlich, entspricht aber der kalten Realität. Ich hatte nicht nur Probleme Daggerfall zum Laufen zu bringen, sondern es stürzt kontinuierlich nach einer Zeit ab. Aber wenn das nicht schon alles gewesen wäre - man fällt durch den Boden oder verbockt sich die Hauptquest, weil man eine falsche Gesprächsoption auswählt…

Fangen wir von Vorne an, nämlich mit einer Cutszene, die zu damaligen Zeiten von höchster Qualität zeugte und den Schauspielern bestimmt einiges abverlangte - als Gesandter des Königs werden wir in das Gebiet rund um die Illiacbucht verfrachtet um den Mord an König Lysandus aufzuklären. Hört sich spannend an, vor allem wenn sich noch Totenbeschwörer einmischen, doch leider bleibt die Hauptstory trotz ihrer sechs verschiedenen Enden ziemlich langweilig. Da können einem selbst die trashigen Cutszenen nicht aufmuntern.

Von Nebenquests darf man ebenfalls nicht viel erwarten - zufallsgeneriert steht hier für eintönig und stumpf. Wenigstens kann einem die Begleitung bei Eskortmissionen nicht verschütt gehen, da sie nur ein Icon am Bildschirmrand ist. Das Inventar ist genauso unübersichtlich wie die Städte. Mit dem Schnellreisesystem kommt man zwar gut zum nächsten Ort, aber selbst das kleine Dialogfenster mit Details zur Reise kann die Atmosphäre nicht retten. Dabei gibt es so hübsche Ansätze - zum Beispiel muss man der Wache erst zu verstehen geben, dass man die Regeln des Palastes befolgt, in dem man tatsächlich auf der Tastatur ein "yes" eintippt, bevor er die Türen öffnet - so etwas ist doch mal was!

Für die Ohren ist Daggerfall mit seinen grausigen Soundsamples nichts - dort kann es wieder zu haarsträubenden Bugs kommen. Kampfsystem ist ebenfalls für den Hintern und habe ich erwähnt, dass man klettern kann? Aber fallt dann bloß nicht durch den Boden und endet in einer breitbeinigen Pose, wie die meisten Geschöpfe in diesem Spiel…

Fazit

Ein schreckliches, verbuggtes Spiel, welches jede Atmosphäre killt und der Mühe nicht wert ist. Finger weg! 


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