Sonntag, 25. Juni 2017

Review: Miitopia Demo

Genre: RPG
Publisher: Nintendo
Developer: Nintendo
USK: Freigeben ab 0 Jahren
Release: 28. Juli 2017
Spielzeit der Demo: ca. 2 Stunden

Gut, seien wir gleich von Anfang an offen, ich bin wirklich sehr skeptisch, was das Spiel Miitopia angeht. Nicht, dass ich die Miis nicht schätzen würde, ganz im Gegenteil. Sowohl Miitomo, als auch Tomodachi Life haben mich sehr enttäuscht. Aber für solche Zweifel sind ja Demos da, oder? Schauen wir uns also Miitopia mal an und gucken mal, ob es vielleicht doch mehr zu bieten hat und meine Vorurteile wegwischen kann.

Wir starten mit der Geschichte, dass ein dunkler Fürst die Gesichter der Miis stiehlt und diese dann an Monstern anbringt. Ganz Miitopia wird von ihm terrorisiert, was wir, nachdem wir unseren Protagonisten, in meinem Fall mein normaler Miiverse Mii aus dem Mii Maker ausgewählt haben, auch am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Panisch eilen wir also in die nächste Stadt mit dem klangvollen Namen Anfangs. Hier werden wir nun schon zum zweiten Mal aufdringlich daran erinnert doch Spotpass zu aktivieren - nervig!

Natürlich nimmt auch hier das Unglück seinen Lauf und der dunkle Fürst, der bei mir den Namen Darth Vader erhielt, stiehlt die Gesichter von vielen Einwohnern der Stadt. Als Abenteurerin können wir das selbstredend nicht hinnehmen und verlangen das Gesicht des hyperaktiven Sohnes der verzweifelten Mutter zurück. Um das Monster mit Gesicht bekämpfen zu können, erhalten wir die Hilfe des Horsts (Name vordefiniert), der uns seine Macht verleiht, sprich wir sollen eine Klasse auswählen. Krieger, Magier, Priester, Dieb, Popstar und Koch - hat man in RPGs schon einmal gehört. Ich entscheide mich für die Klasse des Diebes und auf geht es in den Kampf…

Am Anfang steht einem nur der blanke Angriff zur Verfügung, doch ausgegraut kann man Optionen wie Technik/Magie, Süßes, also Heilitems und ein Fluchtfeld erkennen. Die Möglichkeit zum automatisierten Kampf ist ebenfalls vorhanden und erspart einem das überflüssige Geklicke.

Kampf gewonnen, Gesicht wieder an seinem Platz und unsere Aufgabe lautet nichts Geringeres, als Rette die Welt! Also weiter Monster besiegen und Gesichter befreien. Bei jedem Kampf gibt es Erfahrungspunkte für Level-Ups, ein bisschen Gold und eventuell auch etwas zu Essen. Aber allein macht das Ganze ja auch kein Spaß und so erhält man Begleiter, die mit einem kämpfen. In meinem Fall stehen mir Krieger Martin aus meinem Twitterkreis und Yuna als Priesterin aus der Final Fantasy Reihe zur Seite. Neben der Klasse wählt man noch eine Persönlichkeit, wie verträumt, entspannt oder lässig, die sich auf den Kampfstil auswirken.

Level betreten, automatisch laufen und dabei zufällige Kämpfe bestreiten. Manchmal teilt sich der Weg oder man muss sich entscheiden, ob man eine Schatztruhe öffnet. Am Ende erreicht man immer ein Gasthaus, in dem man sich mit seiner Gruppe ausruht, Items und Ausrüstung kauft oder Essen zu sich nimmt. Mit Spielscheinen kann man sogar in der Spielhalle Roulette oder Schnick, Schnack, Schnuck gegen Gold spielen.

Durch Interaktionen im Kampf steigt das Vertrauen der Miis zueinander und weitere Techniken, wie Beschützen werden erlernt. Auf der Oberwelt können immer weitere Level betreten werden, die uns durch drei verschiedene Gebiete führen, weg von den Wiesen des Flachlandhügels hinein in einen Wald oder eine dunkle Höhle mit Edelsteinen. Unterwegs treffen wir dann noch auf einen Weisen, der verdächtig nach Gandalf aussieht…

Miitopia hat definitiv Potenzial und die Rollenspielelemente sind nicht zu verachten. Dennoch ist es mir zu eintönig - nichts lässt sich selbst erkunden, alles passiert automatisch. Auf Dauer könnte das wie seine Mii-Vorgänger sehr langweilig werden. Für mich erst einmal nichts. Dennoch möchte ich euch dazu anhalten, die Demo selbst einfach mal auszuprobieren!

Kommentare:

  1. Habe die Demo selbst auch gespielt und kann dir nur beipflichten. Es ist zwar witzig, dass man dem Bösewicht das Gesicht von Freunden verpassen kann und der Humor generell ist ganz witzig, doch habe ich dir Befürchtung, dass es für eingefleischte Rollenspieler/Innen zu weicht werden dürfte aufgrund den vielen Automatismen.

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    1. Sehe ich genauso - wer ein Witcher gewöhnt ist, wird die Automatismen nicht so mögen. ;)

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