Dienstag, 4. Oktober 2016

Game Review: Slender - The Arrival

Genre: Horror
Publisher: Midnight City, Majesco Entertainment
Developer: Blue Isles Studios
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Release: 28. Oktober 2013
Spielzeit: 1 - 2 Stunden

Der Slender Man hat mich bereits in seinem ersten Spiel Slender - The Eight Pages äußerst überrascht und gegruselt, wie ihr bereits in meiner Rezension von vor zwei Tagen lesen konntet. Dementsprechend war die Freude oder besser gesagt die Angst groß ein weiteres Slender Spiel auszuprobieren. Da zu der Zeit eine Menge Slender-Klone den Markt überfluteten und ich von einer Slender-App aufs Äußerste enttäuscht wurde, begrüßte ich dieses scheinbar qualitativ-hochwertige Spiel. Mehr Spielzeit mit mehr Schrecken klingt ja erst einmal gut. Also schaue wir uns The Arrival mal an…

Insgesamt sind 5 Kapitel oder besser gesagt Level spielbar. Dabei unterscheiden sich die Gebiete sehr stark voneinander, was dem Gruselfaktor aber kein Abbruch tut, sondern diesen noch unterstützt. Kontrastreich zu den dunklen, gruseligen Gebieten, in denen man angegriffen wird, durchwandert man immer die schöne, bewaldete Region, die grafisch wirklich hübsch ist und fühlt sich darin eigentlich ganz wohl. Vom Wald geht es in ein Haus, welches des Nächtens so einiges zu verbergen hat. Da kann man sich schonmal erschrecken, wenn man den Slender Man im Garten entdeckt, wie er durchs Fenster hineinschaut.

Ein Dröhnen unterstützt die Atmosphäre gekonnt und die Soundkulisse lässt einen des Öfteren die Nackenhaare zu Berge stehen. Zusätzlich zum Slender Man scheint es einen weiteren Gegner zu geben, der den Spieler mit Jumpscares zur Verzweiflung treiben kann. Natürlich eröffnen sich weitere Aufgaben in den jeweiligen Gebieten und man darf wieder die typischen acht Notizzettel suchen oder muss Generatoren anschalten, um einen Fahrstuhl in Bewegung zu setzten. Besonders gefallen hat mir die Stelle mit dem Fernseher - solltet ihr also einen entdecken, untersucht ihn mal genauer!

Rein von der Geschichte gibt das Spiel mir jedoch zu wenig her. Zwar ist es sehr interessant die Zettel und Briefe zu finden, die kreativ gestaltet worden sind und sich einige Sachen selbst zusammen zu reinem, aber am Ende kommt dann halt doch nur die übliche 0815-Story raus, die hier zusätzlich noch einige Mängel und Lücken aufzuweisen hat.

Zeichnungen, die man sonst nur von den Notizzettel kennt, lassen sich gemalt im Flur des Hauses und eingeritzt in Beton finden. Ein weiteres nettes Detail ist ein Poster mit der Aufschrift Parasec Productions, den Entwicklern des ersten Slender-Games, von dem ihr hier meine Rezension findet. An der Atmosphäre kann man wirklich nicht meckern…

… am Spielumfang dann aber schon. Viele Stunden kann man in diesem Game nicht verbringen. Selbst beim Freischalten des Bonuslevels, welches durch das dreimalige Einsammeln eines Plakate geschieht, ergibt sich daraus nicht massig mehr Spielzeit, welches die damalige Kampagne versprochen hatte. Das Stilmittel des typischen "Kamera-Horrors", sprich der Protagonist filmt das Spielgeschehen und der Spieler sieht durch eine Kamera, fand ich vollkommen unnütz und nervig.

Fazit

Ein Slender-Spiel, welches wieder eine gute Atmosphäre hat mit viel Abwechslung, die aber der eigentlichen Slender-Mechanik schadet, dafür aber keine richtige Story liefert… Schade…


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