Freitag, 9. September 2016

Zwischenbericht Nr. 6

Nur noch einmal die Woche trifft man mich momentan sowohl hier in meinem Blog, als auch auf Twitter an. Zwar kommt dann ein Lebenszeichen, dies ist aber nur ein kurzes Aufleuchten und ist schneller weg, als es eigentlich gekommen ist. So poetisch kann ich mein Verhalten also auch ausdrücken. Auf Nachrichten antworte ich erst Tage später, Kommentare werden nicht freigeschaltet bzw. moderiert und zum Lesen von anderen Blogs finde ich kaum die Zeit, welches mich wie doll und verrückt ärgert. Seit zwei oder sind es sogar schon drei Wochen sitze ich am Kapitel für das Blogprojekt von der lieben Sarah von Nonsense Entertainment. Irgendwie geht alles nur schleppend oder stockend voran.

Doch was ist eigentlich los? Was hält mich vom Schreiben ab, verankert meine Aufmerksamkeit und verlangt nach mir jenseits der elektronischen Welt? Dies möchte ich euch etwas erläutern und schweife dabei, wie gewohnt ab. Also schnappt euch ein Heißgetränk eurer Wahl und setzt euch...

Persönlich habe ich ein großes Problem damit, private Dinge über mich zu erzählen. Da ich sehr schüchtern bin und mich in Gesprächen mit unbekannten Leuten eher zurückziehe, beschließe ich immer mal wieder dies zu ändern. Komischerweise bin ich eigentlich das komplette Gegenteil, wenn man mich erst einmal kennt bzw. wenn ich jemanden besser kennen gelernt habe.
Am schwersten fällt es mir im realen Leben über mein Hobby zu reden. Klingt etwas komisch, oder? Vielleicht sollte ich mal separat über dieses Thema und meine Erfahrungen in diesem Bereich schreiben, die mich wohl dazu veranlasst haben, mir ein solches Verhalten einzuprägen. Fakt ist, dass ich mich diesbezüglich schon verbessert habe und dies einer der Gründe war, warum ich diesen Blog ins Leben gerufen habe.

Trotzdem gehören für mich einige Sachen absolut nicht ins Internet. Vor allem im privaten Bereich sind mir viele Menschen zu leichtsinnig mit ihren Postings. Für mich war es eine Überwindung zu schreiben, dass es mir nicht so gut geht, da ich nachts über meinen Kater gefallen bin und mir diverse Verletzungen zugezogen habe. Gleichzeitig war das Schreiben der Zwischenberichte ebenfalls eine Überwindung für mich, wenn auch ein spannendes Experiment, welches ich hiermit ja sogar weiterführe.

Wie gesagt, ich versuche mich zu verbessern. Versprochen. Eine Regel wird für mich wahrscheinlich dennoch weiterhin an Gültigkeit nicht verlieren. Ich poste nur Dinge, die ich auch jemandem an der Bushaltestelle, beim Bäcker oder beim Friseur erzählen würde. Na gut, nehmen wir den Friseur wieder raus, denn meine Friseurin ist absolut wundervoll und ich vertraue ihr mehr als jemandem von der Bushaltestelle. Diese These geht in Anbetracht dessen, dass ich an der Bushaltestelle niemals mein Mund zum Thema Videospiele aufbekommen würde, überhaupt nicht auf…

Was ich eigentlich damit ausdrücken möchte, ist, dass ich zu private Sachen einfach nicht im Internet bespreche. Wenn andere Personen beteiligt sind, wie meine Familie oder meine Freunde, finde ich, habe ich auch gar nicht das Recht dazu. Über Probleme spricht man wohl allgemein nicht gerne - jedenfalls gehöre ich nicht dazu. Positiv: Mein Patenkind hat mal eben nebenbei ihr Seepferdchen gemacht und das ohne Schwimmunterricht. Bin ich stolz drauf. Negativ: Ich bin in meinem Leben, so wie es jetzt ist, nicht glücklich. Bin ich nicht stolz drauf.

Da hört man doch lieber die positive Nachricht. Zumal ich ein Mensch bin, der lieber positive Gedanken und Botschaften an andere Menschen vermitteln möchte. Versuchen wir also lieber das Positive zu sehen: Ich bin unglücklich, aber ich werde daran etwas ändern. Alle paar Jahre sollte man überprüfen, ob einem das eigene Leben überhaupt noch passt. Meines passt mir nicht mehr - bin wohl rausgewachsen. Vor Jahren hatte ich zwar mal entrümpelt - wohl nicht gründlich genug.

Lassen wir die Metapher mal links liegen und kommen wir zur wichtigen Frage: Was bedeutet dies für diesen Blog? In meinem Twitter-Umfeld scheinen ja gerade alle umzuziehen oder eine Wohnung zu suchen. Ich werde mich auch dieser räumlichen Veränderung hingeben. Angeblich soll ein Internetzugang sofort eingerichtet sein, aber sein wir ehrlich, Internetanbieter lassen sich gerne Zeit und Internet-Probleme müssen auftauchen, gehören ja zum gutem Ton, sonst wäre man in einem Land mit Regenbögen und Einhörnern…

Gerechnet habe ich damit mindestens einen halben Monat kein Internet zu haben und habe deswegen eine spezielle Reihe vorbereitet, die sich ausschließlich mit Do-It-Yourselfs im Bereich der Gaming-Kultur beschäftigen. Shirts selbst bedrucken, Fensterbilder kleben, Ketten zusammenbasteln oder nur ein Notizbuch verschönern - dies werde ich in der Übergangsphase super verwenden können, egal ob das Internet sich entschließt mitzureisen oder nicht.

Komme ich bei dem Trubel eigentlich noch zum Spielen?
Lustigerweise spiele ich momentan sogar relativ viele Spiele. Ich hatte vom Entrümpeln gesprochen und dies betrifft auch Spiele und sonstige Medien. Warum etwas mitschleppen, was eigentlich gar nicht mehr mitgeschleppt gehört? Brauche ich die Bücher noch, obwohl ich sowohl sie selbst, als auch die Filme dazu beschissen fand? Nö. Brauche ich die vielen "Trash-Games", die ich niemals wieder spielen werde? Nö. Brauche ich im Zeitalter von Netflix und Amazon Prime die Serien noch auf DVD/Blueray, damit sie mir ganze Regale verbauen? Nö.

Seine Mediatheken mal auszumisten und zu sortieren kann etwas unglaublich Befreiendes haben. Gleichzeitig hat mich der Inhalt wieder zum Nachdenken gebracht, bezüglich dieses Blogs. Man könnte mich schon als so etwas wie einen Serienjunkie bezeichnen - bloß merkt man das hier mal so gar nicht. Möchte ich ändern. Nintendo hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, doch der Tag "Nintendo" befindet sich bei den Schlagwörtern noch nicht weit genug oben. Möchte ich ändern.

An sich bin ich froh, dass die Bewertungen von 3 Herzen über 4 Herzen bis sogar zu 5 Herzen überwiegen und ich euch damit eigentlich ganz gute Spiele/Filme schon vorstellen konnte. Aber beim Betrachten der "Trash-Games" fragte ich mich wirklich, warum ich euch diese Perlen ihrer Kunst nicht auch mal zeige. Halten wir fest - möchte ich ändern.

Ansonsten bin ich mit meinem Blog und vor allem mit meinem Dunstkreis auf Twitter ganz zufrieden. Bis jetzt habe ich es sogar tatsächlich geschafft ohne Verspätung jedesmal einen Beitrag zu 52Games zu schreiben. Klappt also, der Rest wird sich dann auch noch finden. Macht euch also bitte keine Sorgen - ich kenne mein Ziel noch nicht, ich bin aber auf dem Weg! :)

Kommentare:

  1. Ach Gwyn, ich kann dich sooo unglaublich gut verstehen. Nimm dir die Zeit die du brauchst. Ich habe im Moment auch ständig die Zeit mich entschuldigen zu müssen und komme selbst kaum vorran. Aber lass dir alle Zeit die du brauchst, ganz viel Erfolg beim Umzug und keep going. :)

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  2. Dass man privates nicht unbedingt ganz öffentlich im Netz ausbreitet ist ja ganz normal. So eine gewisse "Mauer" um sein digitales Ich ist ganz nützlich, finde ich. Wo die Mauer eben genau steht, entscheidet jeder ganz für sich. Ich halte auch manche Dinge eher aus Twitter usw. raus oder vermeide es, darüber zu schreiben. Andererseits kann ich ggf. ganz gut tun, auf Twitter auch mal seinem Ärger Luft zu machen. Gehört ja zum Leben dazu.

    Für den Weg zum Ziel und für das Ziel, das du dann dort findest, wünsch' ich dir auf jeden Fall schon mal viel Erfolg und Glück!

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    1. Auch dir danke, für diese tollen und lieben Worte! <3

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  3. Hey,

    kann deine Entscheidung Private Dinge privat zu belassen vollkommen nachvollziehen. Was einmal Online landet bleibt erst mal eine Weile. Auch für mich gibt es Dinge die ich nicht Preis geben will auf Twitter usw.

    Wünsche dir auf deinen Weg alles Gute und freue mich weiterhin auf Blog Einträge von dir :)

    Liebe Grüße
    Daniel

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  4. Ja, das mit den Privatdingen geht mir ähnlich und ich denke, das geht den meisten Bloggern so. Gerade bei großen Problemen wie Krankheit, Fehden, etc. würde ich mich als Blogger auch zurückhalten. Bei den alltäglichen Dingen, hab ich allerdings selten Probleme, weil es oft auch schöne Sachen sind, die ich mit anderen teile.

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    1. Danke, dass beruhigt mich! <3
      Ich versuche mich zu bessern bei den alltäglichen Dingen. Klappt ja schon ganz gut auf Twitter. :)

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