Samstag, 17. September 2016

Marvin's Mittens - Let it snow #52Games

In der vergangenen Woche hat Vielen die Hitzewelle wieder zu schaffen gemacht. Da hilft das nächste Thema bei 52Games von Zockwork Orange auf coole Gedanken zu kommen. Thema 14: Let it snow - mache ich nun Witze über Jon Schnee? Leider kein Spiel an sich, obwohl es den Namen Game in sich trägt. Snow gibt es schließlich auch noch als spielbaren Charakter in Final Fantasy 13. Dazu muss ich noch meine Rezension Korrektur lesen… Verdrängung… machen wir also mal lieber nicht. Schneelevel gibt es in jedem Jump n Run. Aber ich muss sagen, dass dies meist nicht meine Lieblinge sind. Anders verhält es sich da mit Rollenspielen bei denen man in pelzbesetzter Rüstung durch den Schnee stapfen kann. Berichte ich euch also vom ewigen Schnee vom Hals der Welt in Himmelsrand? Ähm…nö. Ich möchte euch ein Spiel vorstellen, welches nur ein kleines, aber feines Spiel ist. Es geht um einen kleinen Jungen, der seinen Handschuh verloren hat…

Mit Marvin's Mittens bin ich damit zwar bei einem Jump n Run gelandet, welches allerdings komplett in einem Winterwunderland stattfindet. Marvin spielt an einem verschneiten Tag draußen und baut sich einen Schneemann, als ihm dreist von einem Dieb sein roter Handschuh gestohlen wird. Trotz der kalten Hände beschließt er dem Dieb nicht hinterher zu jagen und will zurück ins warme Haus gehen. Da hat er aber die Rechnung ohne seinen zweiten Fäustling gemacht. Der möchte sich nicht von seinem Kumpanen trennen - schließlich gehören zu einem Paar immer Zwei! Also muss Marvin losziehen um seinen Handschuh wieder zu finden…

Marvin träumt von seinen Abenteuern

Als Helfer holen wir sogleich die Elfen mit ins Boot, die uns sowohl eine einzigartige Sprungkraft gewähren, die uns beim Einsammeln von Schneeflocken mit immer höheren Sprüngen bereichert, zudem machen sie Marvin bei jedem Zwischenstop eine heiße Schokolade und geben ihr Wissen in der Elfzyklopädie wieder. Zugegeben kommen die Tipps in dieser Sammlung von Wissen meist etwas zu spät, aber ein nettes Detail. In fast jedem Gebiet kann man einen einsamen Elf finden, der mit seiner Schaufel bewaffnet eine Abkürzung zu anderen Gebieten frei buddeln kann.

Tag - und Nachtwechsel sorgen für unterschiedliche Lichtverhältnisse und tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei. Schnell beeilen, bevor die Mama wieder ruft und Marvin ins Bett muss um am nächsten Tag wieder von Zuhause aus zu starten. Zum Glück haben die Elfen die Abkürzungen frei geräumt, die einen schnell wieder an den Punkt bringen, an dem man zuvor aufhören musste. Ein Tageszyklus dauert ungefähr zehn Minuten - bei einem Spiel mit maximal 3 Stunden Spielzeit nicht weiter schlimm.

Für Abwechslung ist gesorgt, denn obwohl man erst am Rand eines Waldes startet und sich eigentlich auf der gesamten Strecke oberhalb Baume befinden, wechseln sich unterschiedliche Zonen ab. So kann Marvin unterirdisch Minen und das Elfendorf entdecken, während er an anderer Stelle Schneeschlösser entstehen lässt, auf Gleisen herumspringt und in die Wolken zu den Nordlichtern reist. Im liebevoll gezeichneten Look erkundet der kleine Junge die Welt.

Große Angst braucht der Spieler dabei nicht zu haben, den Marvin erleidet keinen Fallschaden, falls er mal von einer Baumkrone fällt. Feinde gibt es auch keine, wenn man den tückischen Wind nicht mit einbezieht, der einen zwar helfen kann, aber durch seine Strömung auch zurücksetzt. Lebewesen kann man an jeder Ecke entdecken und wenn man schnell genug ist, hält Marvin die Begegnung in einer Zeichnung fest.

Ruhige, besinnliche Klänge unterstreichen das Gameplay und ufern nur an einer Stelle aus. Wenn Marvin beim Elfendorf im Berg in einen Bohrer steigt, zieht die Musik dermaßen an, dass ich mich richtig erschrak. Fortbewegungsmittel gibt es vereinzelnd, wobei der Schlitten dabei wohl das wichtigste Vehikel ist. In der Mine sollte man vorsichtig mit dem Lift nach unten fahren, während man sich die Wolken in einem Ballon anschaut.

Von der Steuerung ist es manchmal etwas ungenau, welches aber kein zu großer Kritikpunkt ist, zumal man nicht sterben kann. Die Wetterphysik äußert sich nur anhand der Windwirbel, obwohl optisch Schneeverwehungen und vor allem ein reges Schneetreiben zu erkennen ist. Dabei kann man glatt vergessen, dass man einen Handschuhdieb jagt!

Eine kleine Reise in die winterliche Fantasiewelt eines kleinen Jungen mit entspannter Atmosphäre. Ganz liebevolles Spiel!

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