Dienstag, 16. August 2016

Movie Review: Star Trek Beyond

Star Trek begeistert seit Jahrzehnten seine Fan-Gemeinde und beschreitet mit dem dreizehnten Kinofilm bzw. dem dritten Kinofilm der jungen Generation etwas andere Wege. Seit nun schon drei Jahren befindet sich die Enterprise auf Erkundungsmission und trifft dabei auf ein verunglücktes Schiff im mysteriösen Nebel. Die letzte Überlebende der Mannschaft schildert das Unglück und schickt so Kirk, Spock, Scotty, Uhura, Chekov und Sulu auf eine gefährliche Rettungsmission. Während der erste Film mit Chris Pine als Kirk solide eine neue Filmreihe eingeläutet hat und mit viel Witz und beeindruckenden Szenenbildern ins Auge stach, so setzte der zweite Teil Into the Darkness dem ganzen Franchise die Krone auf mit einer spannenden Geschichte und einem Antagonisten, der seinesgleichen sucht. Doch kann der dritte Teil mit seinen Vorgängern mithalten oder versagt er auf voller Linie? Eines ist klar, der Film muss einiges vorlegen um in die Fußstapfen seines Vorgängers zu passen...

Machen wir es kurz und knapp…

Rein von den Schauspielern kann ich mich nicht beschweren. Schon in den Vorgängern haben mich Chris Pine als Kirk mit seiner frechen, lockeren Art, Zachary Quinto als Spock mit seinem gefühlsbetonteren Spiel als das Original und der Rest der Crew mehr als überzeugt. (Kleine Anmerkung: Benedict Cumberbatch als Khan im Vorgänger Star Trek Into Darkness war super und der Film hat meine Erwartungen an diesem Film dementsprechend noch befeuert.) Wie es nach dem grausamen Tod von Anton Yelchin, der die Rolle von Fähnrich Pavel Chekov spielte, mit den Filmen weitergeht, steht wohl in den Sternen…

Dies bleibt unter dem Gesichtspunkt der Qualität des Films auch stark anzuzweifeln. Zäh wie Gummi zieht sich die Geschichte und Überraschungen erlebt der Zuschauer eigentlich keine. Für eine Gesamtlänge von über zwei Stunden ist dies anstrengend und kein gutes Zeichen für einen Film. Viel Action oder auch viel Rauch um Nichts. Zweifel der Charaktere werden nur kurz angesprochen, dann aber im Keim erstickt und durch Nichtigkeiten übertüncht. Der Bösewicht hat keine Facetten und ist genauso langweilig.

Eines muss man dem Film eingestehen - sowohl das Szenenbild, als auch Kostüm und Maske sind wirklich hübsch. Jaylahs Make-Up, welches auf vielen Plakaten schon zu sehen war, ist ausdrucksvoll und ein Hingucker. Der Planet glänzt durch ein eindrucksvolles, futuristisches Panorama. Wie oft habe ich dieses Jahr schon sagen müssen, dass bildtechnisch ein Film grandios ist, aber ansonsten die Qualität fehlt… Ein paar Witze und gute Momente sind dabei, bilden aber die Minderheit.

Fazit

Ein zähflüssiger Film mit langweiliger Geschichte und viel Wirbel um Nichts - viel verschenktes Potenzial. Schade.



Quellenangabe: Blogpost Icon - offizielles Filmposter von Star Trek Beyond

Kommentare:

  1. Ich muss sagen, ich bin ein bisschen froh, dass der Film jetzt nich ganz so gut ankommt. Denn ich mochte schon die beiden davor nicht und bin da ein kleiner Hater :D

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    1. Hihi, das ist auch mal eine Sichtweise! Da wünsche ich dir aber ganz viel Spaß mit der Schadenfreude, die ja bekanntlich wie Vorfreude, die schönste aller Freuden ist. :)

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  2. Hui. Da hast du ja den Film komplett anders empfunden als ich :) Ich hab ihn bereits zwei Mal gesehen und fand ihn sehr Unterhaltsam. Als Zäh empfand ich ihn gar nicht.

    Anfangs war ich noch skeptisch, da der Film ja zu großen Teilen ohne der Enterprise statt findet. Aber ich wurde positiv Überrascht. Vor allem Pille und Spock waren ein interessantes Paar dieses mal.

    Beim Bösewicht muss ich dir allerdings recht geben. Der war etwas fad.

    lg Daniel

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    1. Danke Daniel, für deine Meinung!

      Es ist wirklich spannend zu sehen, wie unterschiedlich Filme doch ankommen. :)

      Pille und Spock haben mir auch noch gut gefallen. Zumal die beiden einen recht lustigen Umgang miteinander pflegen. :)

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  3. Ich fand den auch nicht so berauschend, aber nachdem mich auch der zweite schon nicht überzeugen konnte hatte ich ohnehin nicht so hohe Erwartungen an Beyond..

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    1. Hast du nicht auf Twitter geschrieben, dass das beste am Film der Abspann war?

      Fand ich sehr passend! :)

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  4. Hat mir auch nicht wirklich gefallen. War im Kino, war mir aber zu viel Wucht, zu laut, zu viel Geballer. War ja eigentlich von der Idee ganz nett. Aber bäh. Haben die auch Mal Diplomatie genutzt und ihre Geräte? Hab ich wenn verpennt. Kaum läuft der Film ein paar Minuten, zerlegts das Schiff. Ich habe den Flair der alten Serien vermisst. Klar, Action gab´s auch früher schon in Star Trek. War mir hier aber ein wenig zu viel davon und zu wenig Star Trek. Ich erinnere mich noch gut an die alten Serienzeiten, in denen alles etwas gemächlicher war, man hat erstmal auf einem Planeten die Tricorder rausgeholt und und und ...

    Wenn schon diese ganze Action, dann bitte nicht ganz so geradling. Star Trek darf auch ruhig ein paar gemütliche Szenen haben. Sei es nun ein Abend auf dem Holodeck, oder ein gemütlicher Kaffee frisch aus dem Replikator.

    Und wenn die schon das Schiff zerlegen, dürfen die auch gern durch ein paar Jefferies-Röhren krabbeln und Contra bieten und nicht in erster Linie nur rumballern. Gelegentlich Mal in den Maschineneraum geschaut und sonst nur Geballer. Bäh.

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    1. Ach, wie sehr ich doch wieder bei deinem Kommentar schmunzeln musste! Ich stimme dir voll und ganz zu! Nächstes Mal solltest du das Drehbuch schreiben, denn deine Ideen überzeugen auf ganzer Länge! :)

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