Donnerstag, 18. August 2016

Movie Review: Pets

Eine kleine Flauschkugel auf dem Sofa neben sich zu haben die schnurrt, knurrt, piept und fiebt, kann für viele Menschen das höhste Glück sein. Als stolze Katzenmama, die als kleines Kind mit einem süßen Hund aufgewachsen ist, ist für mich ein Leben ohne Haustiere ein sehr unerfüllendes Leben. Manchmal fragt man sich, was die Vierbeiner eigentlich tun, wenn man das Haus verlässt und sie nicht faul auf dem Pelz liegen. Diese Frage will nun ein Film beantworten. Max ist der glücklichste Hund in New York, jedenfalls nach seiner eigenen Aussage. Dieser Umstand ändert sich abrupt, als seine Besitzerin Katie einen neuen Hund mit nach Hause bringt. Duke ist groß, zottelig und ungehobelt. Max denkt gar nicht daran sich seine Platz als Nr. 1 abtreten und sein Leben ruinieren zu lassen. So versucht er mit aller Gewalt sein Körbchen zurückzuerlangen und Duke loszuwerden. Dabei geraten die Beiden jedoch in Schwierigkeiten mit Straßenkatzen und werden kurzerhand von Tierfängern geschnappt. Als der Wagen von Tieren, angeführt von einem weißen Kaninchen gestoppt wird, müssen Max und Duke der Widerstandsbewegung beitreten. Die anderen Haustiere, die im Hochhaus eine Gemeinschaft gebildet haben, machen sich auf die Suche um die beiden Hunde wieder nach Hause zu holen. Können Max und Duke den Weg nach Hause finden und sich zusammenraufen?

Vorab wird ein kurzer Animationsfilm mit den Minions und den Haustieren gezeigt. Persönlich gehen mir die kleinen, gelben Kerle gehörig auf die Nerven, welches hier auch wieder auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass sie im Kurzfilm mehr Platz mit ihren dummen Aktionen einnehmen, als die eigentlichen Hauptcharaktere. Bitte, bleibt mir weg mit den Minions, die waren nur in Ich - einfach unverbesserlich gut und scheiterten schon in ihrem eigenen Film. Unnötig...

Von der Geschichte darf man nicht zuviel erwarten. Es wird einem nichts Neues geboten und die Story entwickelt sich ohne unvorhersehbare Überraschungen voran. Trotzdem werden solide Werte vermittelt und schöne Botschaften in den Vordergrund geschoben, wie Freundschaft, Familie und vieles mehr. Genau das Richtige für den Besuch mit der ganzen Familie am Wochenende.

Die Gemeinschaft der Haustiere ist unterschiedlich besetzt mit Taschenhündchen, Katze, Hamster und Vögeln. Jeder hat seinen eigenen Charakter, der trotz der vielen Tiere und dafür wenig Zeit ganz gut rüberkommt. Die Animationen sind ein Genuss fürs Auge - Fell sieht nach Fell aus und bewegt sich bei Wind und sogar beim Sprechen. Dies sieht vor allem beim zotteligen Duke unbeschreiblich aus und hat mich an die eigensinnigen, roten Haare von Merida erinnert. Selbst beim Adler scheint man den Wind unter den Schwingen förmlich zu spüren.

Abwechslungsreiche Szenenbilder sind definitiv eine große Stärke des Films. New York wird von unterschiedlichen Seiten und Perspektiven dargestellt. Die eigene Welt rund ums Hochhaus, welches der Lebensmittelpunkt für die Haustiere ist, wird aufgrund des Verschwinden von Max und Duke gesprengt. So staunen die Tiere nicht schlecht, wie groß überhaupt ihre Stadt ist. Straßen, Parks aber auch die Kanalisation und im Kontrast dazu die Vogelperspektive über den Dächern New Yorks. Macht Spaß dabei zuzuschauen.

Etwas übel aufgestoßen ist mir die Synchronisation - eigentlich namenhafte Stimmen konnte ich nicht eine Spur erkennen, da sie stark verzerrt wurden. Ich frage mich dann immer bei einer übermäßigen Benutzung von Computerreglern, ob der Synchronsprecher nicht sogar der Nachbar von Nebenan sein kann, da sowieso alles geschoben wird bis es passt. Zur Not nimmt doch gleich eine Computerstimme - bestimmt hat Miku Hatsune dafür auch noch Zeit. Klar passen die Stimmen ganz gut zu den Tieren, aber mir erschließt sich dann die Notwendigkeit der Sprecher außer aus werbetechnischen Gründen nicht.

In der Mitte hat der Film einen kleinen Hänger, nimmt dann aber schnell wieder an Fahrt auf. Witze und Anspielungen sind natürlich inbegriffen auch wenn die Haustiere sehr stereotypischen daherkommen. Trotzdem kann jeder Haustierbesitzer Eigenheiten seines Freundes wiederfinden. Auch wenn der Film keine großen Emotionen weckt, ist er unterhaltsam und macht einem viel Freude.

Fazit

Ein niedlicher, vorhersehbarer Film mit tollen Animationen, der die ganze Familie ganz gut unterhält und Spaß macht.




Quellenangabe: Blogpost Icon - offizielles Filmposter von Pets

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