Samstag, 2. Juli 2016

Movie Review: X-Men Apocalypse

Nachdem in X-Men - Zukunft ist Vergangenheit die Zeitlinie nicht nur komplett auf den Kopf gestellt wurde, sondern eher resetet würde, fängt nun das Spektakel von Vorne an. In Zukunft ist Vergangenheit erfährt die Menschheit von der Existenz der Mutanten schon viel früher, als es in der vorherigen Trilogie der Fall war. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Mutanten ausgerottet werden sollen oder ein Heilmittel gefunden wird, wie in X-Men - Der letzte Widerstand, sondern dass die Gesellschaft sich mit den Mutanten arrangiert hat. Selbst in Schulen wird dieses Thema behandelt und es herrscht Frieden zwischen den Menschen und den Mutanten. Aber wie Mystique es schon sagt: Nur weil gerade kein Krieg herrscht, bedeutet das nicht, das Frieden ist. Doch diesmal ist es nicht der typische Kampf Menschen gegen Mutanten, sondern der mächtigste Mutant erhebt sich nach einen langen Schlaf - Apocalypse. Seine Kräfte gründen auf der Fähigkeit einfach jede Veranlagung eines Mutanten für sich zu erschließen und diese auch noch zu verstärken. Er versucht nicht die Vorherrschaft über die Erde zu erlangen, sondern die Welt komplett zu zerstören…

Technisch wird die Geschichte manchmal sehr schnell vorangetragen mit viel Action, während wenige Stellen wunderbar ruhig in sich vermittelt worden sind. Der Film kam mir niemals gestreckt vor. Ich habe mich jede Minute gut amüsiert. Die Kämpfe sind wie bei einem Marvel-Film gewohnt, zwar sehr gut choreografiert, aber sehr schnell bzw. die Kameraführung ist rasant, sodass ich denke, dass wenn man in der Richtung empfindlich ist, einem Zuschauer durchaus schwindelig werden kann.

Über die Besetzung der Rollen kann ich nicht meckern. Hat mir schon vorher gefallen und die altbekannten Charaktere glänzen wieder hervorragend in ihren Paraderollen. Sophie Turner alias Sansa Stark aus Game of Thrones, die hier die junge Jean Grey spielt, hat mich beeindruckt. Wie gut diese tolle Schauspielerin auch andere Personen darstellen kann, beruhigt mich ungemein. Ich hoffe, dies wird weitere Erscheinungen in anderen Filmen zur folge haben. Oscar Isaac als Apocalypse war fantastisch, obwohl mich die Erscheinung ein bisschen an G'Kar aus Babylon 5 erinnert.

Das die Szene mit Quicksilver genau wie in X-Men - Zukunft ist Vergangenheit grandios ist, braucht man nicht mehr erwähnen. Hat ja mal wieder Diskussionen ausgelöst, wie die Musik denn in normaler Geschwindigkeit weiter läuft, während Quicksilver sich extrem schnell bewegt. Bezüglich Quicksilver kann ich nur raten: Lest die Comics! Ich werde hier nicht spoilern. Mich hat aber noch eine Szene berührt - Magneto mit seiner Familie. Dafür liebe ich Marvel. Egal ob Held oder Bösewicht, man kann eigentlich alle Motive der handelnden Personen nachvollziehen.

Trotzdem muss ich kritisch äußern, dass während einige Charaktere sehr ausführlich behandelt werden, andere Personen kaum Platz für Hintergrundgeschichte in diesem Film bekommen haben. Klar, kann man bei den vielen Figuren nicht jeden ins Rampenlicht rücken, aber ein bisschen weniger bei dem einen und dann wiederum mehr bei dem anderen, hätte nicht geschadet. Viel verschenktes Potenzial sowohl für die Charaktere, als auch für die Schauspieler. Dadurch wirkt einiges etwas flach und alles andere als vielschichtig.

Wolverines Auftritt war etwas lächerlich, dass gebe ich zu. Außerdem hat die penetrante Präsens von Mystique, welche wohl oft auf die Popularität von Jennifer Lawrence zurückzuführen ist, den Film nicht gerade gut getan, mich aber nicht übermässig gestört. Leider konnte sie ihr Potenzial in diesem Film nicht gut zeigen.

Ja, es gibt einige Logikfehler und mit CGI-Effekten wird nur so um sich geschmissen. Einige böse Zungen sagen ja, dass alles an diesem Film nur aufgewärmt wurde. Kann ich aber drüber hinweg sehen, da ich wirklich gut unterhalten wurde.

Fazit

Ein Film, den man sich ruhig mal ansehen kann, der wirklich mit großen Geschützen auffährt und mich bis in die letzte Sekunde unterhalten hat. Und denkt dran - Marvel-Film - bis zum Ende sitzen bleiben!

Kommentare:

  1. Ich fand den ajxh ziemlich gut. Bin eigentlich nie so der xmen Fan gewesen, aber Apocalypse hat echt Spass gemacht. Kann man nicht anders sagen.

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    1. Stimmt, kann man nicht anders sagen. Meckern ist da auch auf einem hohen Niveau. :)

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  2. Finde es immer lustig, wie viele Leute bei Marvel vor Ende des Abspanns aufspringen und das Kino verlassen. Bei Civil War waren wir sogar die einzigen die noch im Saal hockten. Am Ende kamen sogar schon die Leute für die nächste Vorstellung ... lol.

    Dabei möchte man meinen, es gibt inzwischen genug Marvel-Fans und vor allem auch Kenner. Scheinbar wohl doch noch nicht genug. :D

    X-Men werde ich mir aber nicht ansehen. Macht mich nach wie vor nicht an. Meinen Mann auch nicht. Daher sparen wir uns das Geld gleich. ;)

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    1. Es ist und bleibt ein Rätsel... Vielleicht wissen sie es nicht oder wollen es auch gar nicht wissen?
      Finde es aber auch sehr unverständlich gleich aufzustehen bei einem Marvelfilm... und wenn dann schon die nächsten reinkommen... unglaublich!

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  3. Ich habe den Film ja zusammen mit Zukunft ist Vergangenheit in einem Double Feature gesehen. Und obwohl ich mich nicht als X-Men Fan bezeichnet würde, verfolge keinerlei Comics, war ich super positiv überrascht. Der Filme hatte ein sehr angenehmes Pacing, verglichen mit Civil War. Schade daher, dass die X-Men Filme bei Comic Fans oft nur als B Team Verfilmung rüber kommt.

    Lg Daniel (@cetuplex)

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    1. Double Features sind was Tolles! Ich muss sagen, dass ich nur wenig X-Men Comics bis jetzt gelesen habe bzw. zu wenig um mich als riesiger X-Men Comic-Fan zu betiteln, aber die Filme gehen langsam in die richtige Richtung. Wenn ich da an Wolverine, also X-Men Origins denke, dann ist wirklich der Ausdruck B Team Verfilmung angebracht. Allein wie Deadpool dargestellt wurde... ich bekomme immer noch Gänsehaut bei dem Gedanken daran. Aber die letzten beiden Filme können sich wirklich sehen lassen. :)

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