Mittwoch, 25. Mai 2016

Game Review: Final Fantasy Theatrhythm - Curtain Call


Genre: Music-Rythm-Game
Publisher: Square Enix
Developer: Indies zero Co.
USK: Freigegeben ab 6 Jahren
Release: 19. September 2014
Spielzeit: 10 - 15 Stunden

Der Nachfolger des Musik-Spiels Final Fantasy Theatrhythm kommt in einem ähnlichem Gewand, scheint aber nicht nur mehr zu beinhalten, sondern glänzt auch durch verbesserte Ausführung. Wie Nobuo Uematsu, welcher den epischen Soundtrack der Spielreihe zu verantworten hat, schon beim Vorgänger schrieb, dass ihm die Tränen beim Spielen kamen, war dies bei mir ja auch der Fall. Allerdings nicht aus positiven Gründen, sondern aufgrund der grauenhaften App-Umsetzung. Diese ist zum Glück hier nicht vorhanden. Aber schauen wir uns den vielversprechenden Nachfolger mal an…

Die Charaktere sind wie auch im Vorgänger in einem verniedlichtem Stil gehalten. Die wirklich dünne Geschichte bleibt auch die Selbige - Kristall mit Punkten zum Leuchten bringen, weil der Konflikt zwischen Chaos und Kosmos die Balance gestört hat. Die Menüs sind ebenfalls bekannt. Um nicht zu viel zu wiederholen, verlinke ich hier auf die Rezension des ersten Teils - klick - .

Vom Gameplay hat sich eigentlich zum ersten Teil nicht viel verändert. Man wählt ein Team bestehend aus vier Personen aus den Charakteren des gesamten Final Fantasy Universums aus. Diese kann man dann beim Spielen der Stages leveln, kann Items sammeln und sogar sterben, wenn man zu viele Noten nicht trifft und die HP-Anzeige der Charaktere damit auf Null sinken lässt. Beim Aufleveln werden die Attribute Stärke, Magie, Schnelligkeit und Glück verbessert, welches einem in schwierigeren Abschnitten helfen kann. Noten werden wie immer durch antippen, halten und wischen gespielt. Es gibt auch hier drei verschiedene Arten. Die Kampf-Musik-Sequenz in der man einen Gegner bekämpft und nur Schaden anrichtet, wenn man die Noten der Reihen unten auf dem Touchscreen trifft. Beschwörungen kommen ebenfalls wieder vor. Kritische Treffer sind nun leichter möglich.

Die Field-Musik-Sequenz

In der Field-Musik-Sequenz läuft man mit einem Charakter durch die Welt und muss diesmal nur eine Reihe von Noten treffen. Macht man dies in einem bestimmten Abschnitt sehr gut, kann der Charakter sich in einen Chocobo verwandeln und schließt die Stage schneller ab.
In der Ereignis-Musik-Sequenz kann man wieder eindrucksvolle Videosequenzen anschauen und die freischwebenden Noten im Vordergrund ihre Klänge entfalten lassen. Aber aufgepasst, auch hier werden in den Videosequenzen Spoiler auftauchen! Also bitte erst spielen, wenn man die Geschichten kennt bzw. die Spiele gespielt hat oder es macht einem halt einfach nichts aus. Spiele sind nämlich nicht nur aus der Hauptreihe auswählbar, sondern viele Soundtracks wurden aus Ablegern und Nebenserien hinzugefügt. Insgesamt gibt es über 200 Lieder und 60 Charaktere, wobei man einiges erst freischalten muss. Lieder kann man auch einzeln auf verschiedenen Schwierigkeiten spielen. Am besten hat mir jedoch der Quest Modus gefallen, bei dem man sich diesmal nicht nur die Lieder aussuchen kann, sondern auch mit einer hübscheren Oberweltkarte, ähnlich eines Spielbretts, entlang spielt und sich für unterschiedliche Wege entscheiden kann. Der Fat Chocobo beglückt einen manchmal mit Geschenken, die auch wieder Sammelkarten sein können. Streetpass ist für mich ja bekanntlich uninteressant, aber es gibt eine spannende Neuerung. Wie man es aus vielen MMOs kennt, gibt es auch hier Dailys, sprich Aufgaben, die einmal am Tag gelöst werden können. In diesem Spiel kann man einmal am Tag einen ausgewählten Song spielen, der nicht nur mehr Punkte einbringt, sondern auch seltene Charaktere freischalten kann. Habe ich erwähnt, dass Tifa Lockhart auch ein auswählbarer Charakter ist? Der Chocobo-Ladebildschirm hat mir schon im ersten Teil gut gefallen, auch wenn das natürlich nur eine Kleinigkeit ist.

Wunderschöne Cutszenes in der Ereignis-Musik-Sequenz

Zusammenfassend ist festzustellen, dass dieser Teil qualitativ besser ist als sein Vorgänger und viele Sachen richtig macht, die in Final Fantasy Theathrythm noch unausgereift waren. Manchmal kann ein Untertitel im Namen ein Spiel doch verbessern.

Eigentlich würde ich gerne noch mehr zu diesem kleinen, aber feinen Spiel schreiben, aber genau das ist der Punkt - es ist nunmal nur ein kleines Musikspiel. Allerdings hat es mir meine Furcht vor dieser Art von Games genommen, da ich vor ein paar Jahren einen Zwischenfall (es war eine kaputte Tastatur involviert) mit diesem Genre hatte und es seitdem nicht mehr angerührt habe. Vielleicht erblüht hier gerade eine Liebe neu. Wer weiß?

Fazit

Ein nettes, kleines Musikspiel mit viel mehr Inhalt. Ich kann dieses Spiel jedem Fan des tollen Soundtracks der Final Fantasy Reihe empfehlen.


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