Sonntag, 24. April 2016

Game Review: The Witness

Genre: Adventure/Puzzle
Publisher: -
Developer: Number None Inc.
USK: Noch ausstehend
Release: 26. Januar 2016
Spielzeit: 8 - 40 Stunden

Auf einer einsamen Insel ohne das man weiß, wie man eigentlich da gelandet ist, hat bestimmt schon jeder einmal gespielt. Viele Survival-Games bauen auf dieses Thema auf und man muss auf dieser Insel sich zurecht finden und überleben. Aber ein Rätselspiel auf einer einsamen Insel ohne den Kampf um Leben und Tod? Von der Wüste in ein Baumhaus in den kleinen Dschungel hinein in ein Schiffswrack und zum Schluss auf den Berg. An abwechslungsreichen Gebieten mangelt es dem Spiel keinesfalls. Die Rätsel passen sich in einigen Fällen den bestimmten Bereich an. So klappen sich im Baumhaus Wege von Plattform zu Plattform aus, wenn man ein Rätsel nach dem anderen löst. In einer asiatischen Villa muss man die Bonsais und anderen Bäume mit einbeziehen, während man in einer Werft Dinge hin und herschiebt. Felsen, das Sonnenlicht alles kann zum Ziel führen. Und so hangelt man sich von einer Rätseltafel über ein Kabel zur nächsten Tafel. Insgesamt gibt es über 600 Rätsel in 10 Bereichen zu lösen, die sich nicht immer auf die Tafeln fokussieren…

Wie starten aus einem dunklen Tunnel, indem wir aus ihm ins Licht schreiten. Die ersten Türen lassen sich durch einen kleinen Strich nach oben öffnen und schon bald stehen wir in einem hübschen Innenhof einer Festung. Überall wachsen Pflanzen und sogar ein Sofa steht bereit. Doch wir wollen uns nicht ausruhen und erkunden den kleinen Bereich. Ein großes Tor versperrt uns den Weg und wir müssen die ersten Tafelrätsel lösen, um den Strom zu aktivieren, der uns das riesige Tor öffnet. Ist dies geschafft starten wir in die Welt. Hinten am Ende des Weges lässt sich schon ein Gewächshaus mit weiteren Tafel erkennen...

Die kleinen Tafeln sind relativ simpel gestaltet. Trotzdem kann einem eine Reihe von Rätseln ganz schön zu schaffen machen, wenn man auf dem Schlauch steht und schon das Einführungsrätsel nicht versteht. Groß erklärt wird nämlich nichts. Rätsel überspringen geht auch nicht, da die Tafeln durch Kabel erst mit Strom versorgt werden, wenn der Vorgänger gelöst ist. Natürlich kann man dann in einen anderen Bereich gehen und es auf später vertagen. Hat man die Reihe von Tafeln in einem Gebiet gelöst erscheint ein Laser, der auf den Berg zeigt. So arbeitet man sich von Laser zu Laser. Aber die Tafeln sind nicht alles, was das Spiel zu bieten hat. Überall lauern verstecke Rätsel. Ob nun in der Umgebung versteckt oder an sich offensichtlich, aber noch nicht zu erschließen an einem zu frühen Zeitpunkt des Spiels. Durch die Grafik mit den sehr intensiven Farben (siehe Screenshot), die immer unterschiedlich zum Einsatz kommen, wirken Schatten ganz anders. Wenn man auf verschiedene Figuren und deren Schattenwurf achtet, kann man versteckte Bilder entdecken. Einige Geheimnisse, wie z.B. eine skurrile Videosequenz gibt es zu finden. Eine kleine Bootsfahrt zwischendurch kann auch nicht schaden…

Eine Farbenpracht schon am Anfang des Spiels

Eine Geschichte gibt es oberflächlich nicht. Genauso wenig wie andere Menschen. Selbst die Spielfigur selbst ist nur als Schatten auf dem Boden wahrnehmbar. In der Welt sind allerdings viele Statuen verteilt, die einen wie versteinerte Menschen erscheinen. Manchmal dachte ich sogar, sie würden sich bewegen, wenn ich nicht hinschaue… Dr. Who lässt grüßen! Für mich persönlich gibt es kaum Wiederspielwert. Hat man einmal alle Rätsel gelöst und stand vor dem, für mich unbefriedigenden Ende, hat es sich für das Spiel erledigt.

The Witness ist unglaublich still. Ein Soundtrack ist nicht vorhanden. Geräusche gibt es nur im Dschungel durch ein paar Rätsel, die gute Ohren verlangen. Die eigenen Schritte scheinen einen durch das unterschiedliche Terrain zu folgen. Ansonsten bleibt es still. Da man aber so beschäftigt ist mit der Umwelt an sich und den Rätsellösen, macht man sich deswegen keine Gedanken. Da keine Bedrohung besteht oder irgendein Zeitdruck vorhanden ist, herrscht durchweg eine entspannte Atmosphäre. Man kann in seinem eigenen Tempo in aller Ruhe voranschreiten und wenn man möchte auch für einen Augenblick verweilen.

Fazit

Ein interessantes Spiel für Rätselfreunde in einer farbenfrohen Welt mit abwechslungsreichen Gebieten.
Der Preis ist natürlich knackig mit fast 40 €. Vielleicht sollte man auf den berühmten Steam-Sale warten und dann erst zuschlagen.


Kommentare:

  1. 40 Euro ?! Das ist ja echt ne Hausnummer. Wäre mir viel zu teuer für ein Puzzlespiel / Indiespiel.

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  2. Die 4-20 Stunden sind aber ziemlich sportlich oder? Ich habe bisher immer nur was von 40h+ gehoert :D

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    1. Da hast du wahrscheinlich Recht, Moepor!
      Ich bemesse es immer nach meiner eigenen Spielzeit.
      Meine Spielzeit lag so bei 7-8 Stunden.
      Mir ist es selbst ein Rätsel, warum ich so schnell war, obwohl ich eigentlich alle Rätsel gelöst habe. :)
      Ich könnte jetzt natürlich etwas von Naturtalent erzählen, aber ich glaube, ich hatte einfach nur Glück, dass mir die Rätsel einfach gut lagen. :)

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