Freitag, 4. März 2016

Game Review: SuperHOT

Genre: Shooter
Publisher: SuperHOT-Team
Developer: SuperHOT-Team
USK: Unbekannt
Release: 25. Februar 2016
Spielzeit: 2 - 3 Stunden

Extrem coole Actioneszenen wie in Matrix?
Nicht nur stumpfes Geballer, sondern kurz Luft holen und überlegen, wie es weitergehen soll?

In dem Shooter SuperHOT, welcher über Kickstarter finanziert wurde, sollte man nichts überstürzen, jedoch auch nicht zu lange überlegen. Man bewegt sich durch einfach gehaltene Level und versucht Gegner auszuschalten ohne selbst getroffen zu werden. Hört sich erst einmal simpel an. Durch Strategie und das richtige Timing lässt sich jedes Level lösen. Denn die Zeit schreitet erst richtig voran, wenn man selbst sich bewegt.
Doch warum nimmt einen das Spiel so gefangen und will einen nicht mehr loslassen?

Momentan gibt es das Spiel nur auf Steam bzw. im Xbox-Store. Erst am 24. März erscheint die Collectors Edition bei Amazon, die wohl Sticker, ein Poster und Postkarten beinhalten soll. Auf dem Cover ist eine gegnerische Figur dargestellt, die in ihre Einzelteile zerspringt.

Ein Menü welches dem alten MSDOS Menü gleicht - das ist das Erste was wir erblicken, wenn wir das Spiel starten. Ein Freund schreibt, er habe ein neues Spiel entdeckt, welches der beste Shooter ist, den er seit Jahren gespielt hat. Natürlich probiert man dieses Spiel sofort aus. In einem weißen Raum ohne irgendetwas in der Hand nähern sich Gegner und man muss lernen sich zu verteidigen und vor den Angriffen der roten Kristall-Menschen zu schützen. Doch die Zeit ist definitiv auf der Seite des Spielers.

Erst sehr übersichtlich...

Zeitlupe - oder wie alte Max Payne Hasen sagen würden - Bullet-Time. Level können sowohl in einer U-Bahn als auch in eine Art Bar stattfinden. Wenn der Spieler sich bewegt läuft die Zeit. Wenn er jedoch stehen bleibt, befindet man sich in einer Art Slow-Motion, die es einem erlaubt sich umzusehen, Angriffen auszuweichen und den nächsten Schritt zu planen. Es tauchen beim Voranschreiten im Spiel immer neue Elemente wie zum Beispiel Waffen auf. Oft erlebt man Überraschungen, die man nur durch Versuch und Irrtum lösen kann.

Dann schon etwas schwieriger...

Nach Pony Island, welches ja erst vor Kurzem erschienen ist, ist die Geschichte nichts Neues. Allerdings sind mehrere Elemente gut umgesetzt, die die Atmosphäre nicht so erdrückend machen, wie im besagtem Horrorspiel. Alles ist mehr auf die Technik und das Bewusstsein ausgelegt und will manipulieren und keine Angst verbreiten. Im Prinzip gibt es außer dem Spieler selbst, die gesichtslosen Gegner und den Computer keine Charaktere. Dieser Umstand fällt einem aber erst auf, wenn man eine solche Rezension mit einem Unterpunkt schreibt, der sich auf dieses Thema bezieht. Es sind keine Charaktere anwesend oder machen eine große Entwicklung durch außer vielleicht im weittestend Sinn der Protagonist - vielleicht unterstützt dies sogar die Atmosphäre des Spiels.
Wie man es schon ähnlich aus Mirrors Edge kennt, ist alles in weiß gehalten. Gegner sind rot und Gegenstände, die man werfen oder als Waffen gebrauchen kann, sind dunkelgrau. An sich ist alles sehr einfach gehalten. Dies ist allerdings auch notwenig, denn wenn die Grafik aufwendiger, vielleicht realistischer wäre, dann könnte man wahrscheinlich seine Feinde nicht von der Umwelt unterscheiden, welches hier aber problemlos möglich ist. Die Struktur der Feinde gleicht dem eines Kristalls und genauso zerspringen sie wenn man sie k.o. schlägt oder eine Kugel in ihren Körper feuert.

Zum Schluss kann es brenzlig werden...

Bis auf das Super Hot, welches nach jedem bestandenen Level in einer tiefen Tonlage ertönt und die paar Töne, wenn zum Beispiel ein Schuss abgegeben wird oder ein Gegner in tausend Scherben zerfliegt, gibt es jetzt keinen herausragenden Soundtrack. Braucht das Spiel an sich auch nicht. Jedenfalls vermisst man keine Musik, da man viel zu viel mit Spielen beschäftigt ist.
Trotz der Zeitlupe entsteht das Gefühl ständig unter Zeitdruck zu stehen. Ein falscher Schritt und es ist um den Protagonist geschehen. Desto größer ist die Erleichterung, wenn alle Gegner ausgeschalten wurden und man den Erfolg in normaler Geschwindigkeit vor sich sieht. Die Nachrichten, die über den Chat des DOS-Interfaces laufen, unterstützt die Atmosphäre. Bei einer Sequenz hat sich bestimmt jeder Spieler im realen Leben umgedreht. Man will unbedingt weiterspielen oder muss man sogar?

Fazit

Ein gutes, solides Spiel, welches neue Wege geht, allerdings für den Preis von über 20 € trotz Wiederspielwert etwas teuer ist.
Vielleicht sollte man auf den Steam-Sale warten...

SuperHOT ist der innovativste Shooter den ich seit Jahren gespielt habe! SUPERHOT!
You are not in Control


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Teilt mir gerne eure Gedanken, Meinungen und Eindrücke mit! Ich freue mich darüber!